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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Bürgermeister Becker und Stadtverordnetenvorsteher Siegler in Tel Aviv

Sie vertreten Frankfurt bei der internationalen Städtekonferenz

von Ilse Romahn

(26.09.2016)  In Frankfurts israelischer Partnerstadt Tel Aviv findet derzeit die internationale Städtekonferenz zu Fragen der Zukunft der großen Städte und Metropolregionen der Welt statt. Frankfurt wird dabei in den nächsten Tagen von Bürgermeister Uwe Becker und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler vertreten. Vor dem offiziellen Beginn der Konferenz sind beide am Sonntagabend, 25. September, von Tel Avivs Oberbürgermeister Ron Huldai empfangen worden. Als "gute Freunde" sind sich die Politiker beider Städte begegnet, verbindet die Stadt Frankfurt doch schon seit über 35 Jahren die Partnerschaft mit Tel Aviv.


Bürgermeister Becker und Stadtverordnetenvorsteher Siegler werden von Tel Avivs OB Ron Huldai empfangen
Foto: Laura Wagner
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„Frankfurt und Tel Aviv verbindet eine treue Freundschaft und mit kaum einer anderen Stadt findet der Austausch so intensiv statt, wie mit unserer israelischen Partnerstadt. Viele gemeinsame Projekte vom Ausbau des Hauses Frankfurt, einem Gemeinschaftszentrum im Stadtteil Hadar Josef, über die Unterstützung der Arbeit mit Holocaust-Überlebenden bis hin zum intensiven Fachaustausch und regelmäßigen Besuchen, zeigen, wie engagiert diese Partnerschaft gelebt wird", erklärten Becker und Siegler.

Gemeinsam mit Tel Avivs Oberbürgermeister Ron Huldai, dem Oberbürgermeister von Bogotá Enrique Peñalosa, dem stellvertretenden Pariser Bürgermeister Patrick Klugman und Douglas Frantz, stellvertretender Generalsekretär der OECD, nahm Bürgermeister Becker an der Auftaktdiskussion zu den Herausforderungen der großen Städte und Metropolregionen der Welt teil.

Becker zeigte auf, wie Frankfurt mit den Herausforderungen einer wachsenden Stadt umgeht und verwies auf die erheblichen Investitionen Frankfurts in den Wohnungsbau, in Bildung, den öffentlichen Nahverkehr und die kommunale Infrastruktur. Aber auch die Fragen der Integration spielten in der Diskussion eine bedeutende Rolle. „Internationale Metropolregionen haben nur dann eine gesunde Zukunft, wenn sie nicht nur ihre Infrastruktur nachhaltig ausrichten, sondern wenn es gelingt, auch den sozialen Zusammenhalt einer Stadtgesellschaft zu sichern und Integration zu fördern", betonte Becker.

„Genauso wie der umweltbezogene Klimaschutz, müssen wir auch das gesellschaftliche Klima schützen, das häufig noch anfälliger für negative Entwicklungen ist", sagte Becker. Mit den Anstrengungen die bereits seit vielen Jahren in Frankfurt in unterschiedlichen Bereichen von der Bildung bis zur Integration unternommen würden, könne die Stadt auch international punkten. Von dem engmaschigen sozialen Netz Frankfurts über die Stärkung der Bildungsarbeit bis zur Förderung des Interreligiösen Dialogs konnte Becker die vielfältigen Aktivitäten Frankfurts für ein offenes Miteinander der bunten und diversen Stadtgesellschaft auch seinen internationalen Kollegen aus anderen Städten nahebringen. Die Erfahrungen anderer Städte mit demografischen Veränderungen, sozialen Herausforderungen, Integration und Bildung könnten hingegen Frankfurt an einer Reihe von Stellen helfen, auch zukünftig die Schwerpunkte der Kommunalpolitik richtig zu setzen.

„Ich bin überzeugt wir haben Frankfurt im Dialog aber auch im Wettbewerb der Städte und Metropolregionen der Welt gut positioniert und können auch in den kommenden Jahren die Entwicklung unserer Stadt weiter positiv gestalten, wenn wir Kurs halten und Frankfurts wirtschaftliche Stärke sichern, damit wir die notwendigen Leistungen für ein soziales Frankfurt auf Dauer garantieren können", erklärte Becker abschließend.

Bürgermeister Becker und Douglas Frantz, stellvertretender Generalsekretär der OECD, haben vereinbart, dass Frankfurt als zweite deutsche Stadt nach Leipzig dem Bündnis für integratives Wachstum in Städten der OECD beitreten wird.

Bürgermeister Uwe Becker und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler werden bei ihrem Aufenthalt in Israel auch die Universität von Tel Aviv besuchen und sich für eine noch intensivere wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und Tel Aviv einsetzen.