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Letzte Aktualisierung: 19.10.2018

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Komödie in Frankfurter Mundart "Verspekuliert" begeisterte die Besucher

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(12.04.2015)  Im voll besetzten Volkshaus Sossenheim begrüßte der Vorsitzende des Kultur- und Förderkreises Frankfurt-Sossenheim (Kufö), Franz Kissel gut 500 Besucher. Zu Gast war das "Volkstheater Hessen", mit der Komödie "Verspekuliert", von Adolf Stoltze. Das Volkstheater Hessen wurde von ehemaligen Mitarbeitern des Volkstheater Frankfurt gegründet, das leider nicht mehr existiert. Auch Steffen Wilhelm vom Volkstheater und zuständig für Bearbeitung und Inszenierung, war bei seiner Begrüßungsansprache begeistert von der großen Anzahl der Besucher im Volkshaus, "wir sind zwar oft ausverkauft, aber vor so vielen Menschen haben wir noch nie gespielt". Gekonnt witzig waren seine einleitenden Worte und er meinte als er fotografiert wurde, "ich bin eben geblitzt worden, ich babbel wieder mal zu schnell". Er lud alle Besucher ein, Mitglied des Vereins Volkstheater Hessen e.V. zu werden, "dann hätten wir gleich 500 passive Mitglieder mehr, die wir gut gebrauchen könnten".


Zu Beginn der Aufführung sangen die Akteure das Lied: "Es will mer net in de Kopp enei, wie kann nur en Mensch net aus Frankfurt sei!" Das Publikum stimmte beim Refrain ein und das "Schicksal" bzw. Bühnenstück nahm seinen Lauf. Frau Schnatter, Marktfrau mit Obststand, eröffnete das lustige Treiben um das neu angelegte Sparbuch von Sohn Schorsch, das im Bestreben um die Verlobung mit Lenchen eine große Rolle spielen sollte. Balser Knoblauch, Vater von Lenchen, war stets bestrebt, in das Sparbuch zu blicken. Bevor ihm das gelang, ließ er die Mitgift für Lenchen ins Sparbuch eintragen und stellte sodann fest, er habe sich "Verspekuliert". Aber das Glück der jungen Leute war letztendlich doch entscheidend und alle waren am Ende glücklich und zufrieden. Es gab viel Applaus, immer wieder von herzhaftem Lachen begleiteter Zwischenapplaus und am Ende stehende Ovationen. Eine rundum gelungene Aufführung und "Echte Komödie".


Franz Kissel bedankte sich beim Ensemble und überreichte ein großes, handsigniertes Bild von bzw. mit Adolf Stoltze. Ein Bild aus dem Fundus von dem Kufö-Mitglied und Sossenheimer Stadteilhistoriker Günter Moos. Nach der Komödie "Auf ein Neues" mit Marion Kracht und Daniel Morgenroth im November vergangenen Jahres, war das wieder eine gelungene Veranstaltung des Kultur- und Förderkreises. Das bestätigten bereits in der Pause die angesprochenen Besucher bei einem Glas Sekt. Diesen Weg will man konsequent weitergehen und ein weiterhin insgesamt abgerundetes Programm anbieten. Als nächstes steht der "Sossenheimer Musiksommer auf dem Kirchberg" mit zwei Veranstaltungen, am 24. Juli und am 21. August, auf der Agenda.

Mitwirkende: Balser Knoblauch, Rentier Andreas Walther-Schroth, Lenchen, seine Tochter Iris Reinhardt Hassenzahl, Frau Schnatter, Obsthöckerin Silvia Tietz, Schorsch, ihr Sohn Tim Grothe, Fräulein Essig Sabine Isabel Roller. Bearbeitung und Inszenierung Steffen Wilhelm • Kostüme und Requisiten Claudia Rohde • Technik Peter Teeuwen und Eberhardt Wendelmuth • Organisation Hauke Hummel
Manfred Krüger