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Gesund & Vital
AOK-Auszeichnung für das Klinikum Frankfurt-Höchst
 
 
(27.01.14) Die AOK Hessen hat die Unfallchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst für überdurchschnittliche Behandlungsqualität bei Oberschenkelhalsbrüchen ausgezeichnet.

Oberschenkelhalsbrüche sind typische Verletzungen im höheren Lebensalter, die vor allem durch Stürze oder Osteoporose (Knochenschwund) entstehen. Für seine herausragende Behandlungsqualität bei der Versorgung solcher Oberschenkelfrakturen wurde der Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst, unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Harald Hake, kürzlich erneut durch die AOK Hessen ausgezeichnet.

Als Oberschenkelhals wird der Teil des Oberschenkelknochens bezeichnet, der den Hüftkopf mit dem Oberschenkel verbindet. „Bei älteren Menschen waren diese Frakturen lange gefürchtet, doch heutzutage sind Oberschenkelhalsbrüche gut behandelbar. Die Patienten sind meist kurze Zeit nach der OP schon wieder auf den Beinen“, erklärt Dr. Hake, der den Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie seit 2011 als Chefarzt leitet. Im Klinikum Frankfurt Höchst werden jährlich über 100 Oberschenkelhalsbrüche, je nach Bruchtyp mit verschiedenen Operationsmethoden, versorgt. „Die Tatsache, dass es sich hierbei um akute Verletzungen, das heißt nicht planbare Eingriffe handelt, die innerhalb von 24 Stunden versorgt werden sollten, unterstreicht zum einen die Objektivität der erhobenen Daten und ist zum anderen auch Beleg für die hohe Akzeptanz unter den Patienten im Rhein-Main-Gebiet – was die Auszeichnung für uns noch wertvoller macht“, so Dr. Hake.

Mit dem AOK-Krankenhausnavigator können Patienten und Angehörige seit rund drei Jahren die Behandlungsqualität von Kliniken bundesweit im Internet vergleichen. Thomas Burmann, Krankenhauschef der AOK Hessen, unterstreicht die große Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Krankenhauses: "Es bleibt dabei. Man sollte nicht blindlings eine Klinik auswählen, nur weil sie geographisch nahe liegt. Mündige Patienten brauchen für ihre Entscheidung fundierte Informationen. Die liefern wir ihm mit dem Krankenhausnavigator – schnell, übersichtlich und umfassend. Ich gratuliere den im jüngsten Durchgang ausgezeichneten Kliniken ausdrücklich zu diesem Erfolg.“ Menschen, die zum Beispiel an Hüft- bzw. Kniegelenken oder der Gallenblase operiert werden müssen, erhalten im AOK-Krankenhausnavigator auf Basis der Weissen Liste aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken.

Über den AOK-Krankenhausnavigator
Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR = Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen.

Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Vorteil: Die Daten sind objektiv und beruhen nicht auf den Qualitätsberichten, die von den einzelnen Häusern selber erstellt werden. Die QSR-Analysen werden dabei kontinuierlich weiterentwickelt. Die aktuellen Ergebnisse beruhen auch deshalb auf einer breiten Datengrundlage, weil die AOK Hessen rund 40 Prozent aller Krankenhaus-Patienten im Land versichert.

Langfristige Betrachtung
Ein großes Plus des AOK-Krankenhausnavigators ist dessen Langfristigkeit. „Gängige Qualitätsberichte erfassen nur den Zeitraum des stationären Aufenthalts. Mithilfe der QSR-Daten können wir die Patienten weiter verfolgen, auch lange nach der Entlassung. Wenn also jemand z.B. wegen einer infizierten OP-Narbe in ein anderes Krankenhaus eingewiesen wird, fließt das in den Navigator ein“, sagt Thomas Burmann von der AOK Hessen. Damit hätten die Patienten jetzt ganz neue Möglichkeiten, wenn es um die Beurteilung der Versorgungsqualität geht. (liste.krankenhaus.aok.de)
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