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Letzte Aktualisierung: 21.11.2019

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Freiwilligenzentrum Alsfeld e.V. siegt im Wettbewerb um Hessischen Familienpreis 2018

von pm

(11.04.2018) Zum vierten Mal vergeben die Sparda-Bank Hessen und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung

Gruppenbild aller Preisträger
Foto: Rainer Rüffer
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Vor nur wenigen Jahren tat sich eine Gruppe von Freiwilligen zusammen, um aus leerstehenden Räumen mitten im Zentrum von Alsfeld einen lebendigen Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger Alsfelds zu schaffen. Entstanden ist ein sprichwörtlich blühendes Zentrum mit vielfältigen Projekten und Angeboten für Familien und für das Miteinander der Generationen und der verschiedenen Kulturen. Der dazugehörige Bürgergarten ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Dieses herausragende bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement für die Menschen in Alsfeld wird nun mit dem ersten Platz beim Hessischen Familienpreis 2018 ausgezeichnet.

„Das Freiwilligenzentrum Alsfeld e.V. ist mit seinem umfassenden Angebot für ein generationenübergreifendes Miteinander ein herausragendes Beispiel dafür, wie mit viel Leidenschaft und Einsatz eine Unterstützung für Familien im Alltag auch in einer kleineren Kommune bestens funktionieren kann. Es übernimmt damit Vorbildfunktion für andere Kommunen im ländlichen Raum“, begründet die Jury ihre Entscheidung für Platz eins und das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Den zweiten Platz belegt die Familienbildung Al Karama mit ihrem breiten Engagement in der interkulturellen Arbeit und der Migrantenselbsthilfe. Mit einem Treffpunkt für Familien in der Frankfurter Nordweststadt und vielfältigen Willkommens- und Unterstützungsangeboten setzt die Einrichtung ein Zeichen bei der Integration von Flüchtlingsfamilien und Familien mit Migrationshintergrund in Hessen. Familien, Kinder und junge Menschen erfahren wertvolle Hilfe im Alltag, werden nachhaltig gefördert und somit schneller Teil unserer Gesellschaft. Das Besondere an dem Projekt „Al Karama – Jeder Mensch verdient es, geachtet zu werden“, so die Jury, ist das internationale Team, das Zugang zu den Familien findet und ihnen vielfältige Möglichkeiten zu Bildung und Teilhabe eröffnet. Rang zwei ist mit einem Preisgeld in Höhe  von 3.000 Euro verbunden.

Auf Rang drei landet das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) am Universitätsklinikum Frankfurt mit dem Projekt „Familiensprechstunde – Mit Kindern über Krebs sprechen“. Erkranken Eltern an Krebs, ist das für alle Familienmitglieder belastend. Die Eltern sind oft verunsichert darüber, inwieweit sie ihre Ängste mit ihren Kindern teilen können und sollen. Auch sind Krankheit und die Endlichkeit des Lebens Themen, mit denen viele  von uns sich ungern auseinandersetzen. Ziel des Projektes ist es, Kinder April 2018, krebskranker Eltern mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein zu lassen. Das Angebot unterstützt auf vorbildliche Weise die betroffenen Familien und hilft ihnen, ihre Sprachlosigkeit zu überwinden und einen Weg zu finden, wie sie mit der Krankheit umgehen können. Die Jury ist der Auffassung, dass mit  diesem Projekt „eine wertvolle, beispielhafte, die Familien entlastende Arbeit getan wird, von der letztendlich die ganze Gesellschaft profitiert“. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

„Die Hessische Landesregierung kümmert sich um Familien in Hessen und unterstützt diese in ihren unterschiedlichen Herausforderungen des Alltags“, betonte der Hessische Familienminister Stefan Grüttner. „Dabei spielen generationenübergreifende Projekte, die hier auch heute unter den Preisträgern sind, eine große Rolle. Die diesjährigen Preisträger des Hessischen Familienpreises belegen, dass Menschen bereit sind, sich engagiert in ihrem Umfeld für ein gelingendes Miteinander und eine familienfreundliche Kultur einzusetzen, die bspw. auch auf die zu uns kommenden Flüchtlinge zugeht. Damit tragen sie dazu bei, dass Familien sich in Hessen wohlfühlen. Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement neben der jetzigen Auszeichnung auf vielfältige Weise, denn: "Hessen hat Familiensinn“, so Grüttner.

„Mit der Auslobung des Hessischen Familienpreises setzen wir bereits zum vierten Mal hessenweit ein Zeichen für Familien, für eine familienfreundliche Politik und eine Kultur der Anerkennung“, ergänzte Grüttner. „Kinder und Familie nehmen einen bedeutenden Stellenwert im Leben jedes Einzelnen ein – und dennoch wird es zunehmend schwierig, ihnen in allen Situationen des Lebens gerecht zu werden. Sie alle, die Sie heute ausgezeichnet werden, leisten hierbei eine wertvolle Unterstützung, indem Sie für Ihre Mitmenschen da sind, tatkräftig mitanpacken, wertvolle Tipps geben oder auch einfühlsam zuhören. Dafür gebührt Ihnen unser Dank und unsere /nerkennung“, sagte Michael Weidmann, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen eG.

Ziel des Hessischen Familienpreises ist es, Projekte zu fördern, die Familien in Hessen mit deren unterschiedlichen Lebensentwürfen im Alltag unterstützen. Der Preis wird alle zwei Jahre von einer fachkundigen Jury verliehen. Diese besteht aus Moderatorin und /Autorin Bärbel Schäfer (Jury-Vorsitz), Friedel Rau (Landesseniorenvertretung Hessen), Rainer Jäkel (Geschäftsführer Hessischer Jugendring), Brigitta Leifert (Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Hessen), Jutta Rang (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration) und Adreja Rumpf (Sparda-Bank Hessen).

Der Stifter – die Sparda-Bank Hessen

Die Sparda-Bank Hessen ist eine regional verwurzelte Genossenschaftsbank mit einer langen Tradition und Geschichte in Hessen. Mit gut 1,6 Millionen Euro jährlich fördert sie beispielsweise seit Jahren aus den Mitteln ihres Gewinn-Sparvereins gemeinnützige Organisationen und Initiativen in Hessen. Mit dem Hessischen Familienpreis würdigt sie die Arbeit von aktiven und innovativen Einrichtungen im Bereich der Familienbildung und der generationenübergreifenden Initiativen.

Die Preise 2018 auf einen Blick:

1. Platz: Freiwilligenzentrum /lsfeld e.V.
Ausgezeichnetes Projekt: „Freiwilligenzentrum – aktiv für /lsfeld“. Preisgeld: 5.000 Euro

2. Platz: Al Karama Familienbildung
Ausgezeichnetes Projekt: „/l Karama – Jeder Mensch verdient es, geachtet zu werden“. Preisgeld: 3.000 Euro

3. Platz: Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT)
Ausgezeichnetes Projekt: „Familiensprechstunde – Mit Kindern über Krebs sprechen“. Preisgeld: 2.000 Euro