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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Frankfurter Frauen Film Tage

20 Jahre Kinothek Asta Nielsen und zweite Ausgabe von Remake

von Ilse Romahn

(19.08.2019) Im August 1999 schlossen sich zwölf Filmliebhaber*innen und Kinogänger*innen – alle von ihnen auch professionell im Bereich Film tätig – zur Gründung der Kinothek Asta Nielsen e.V. zusammen, um sich unter diesem Dach der Filmarbeit von Frauen in Geschichte und Gegenwart zu widmen.

Von Anfang an geht es darum, die Film- und Kinoarbeit der Neueren Frauenbewegung wieder aufzunehmen und sie in den Kontext des 21. Jahrhunderts zu stellen. Das betrifft sowohl Dokumentation und Archivierung, materiale Sicherung von Geschichte und deren Sichtbarmachung in Filmprogrammen und Publikationen als auch die diskursive Auseinandersetzung mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation. In den 20 Jahren ihres Bestehens hat die Kinothek zahlreiche Filmprogramme und -reihen, Publikationen und Festivals realisiert, einen großen Kreis an Kooperationpartner*innen gewonnen und für ihre Arbeit Anerkennung hierzulande und international erfahren. 2017 erhielt die Kinothek mit dem Binding-Kulturpreis, einen der hochdotiertesten Kulturpreise der Republik.

2018 bündelte die Kinothek Asta Nielsen ihre Arbeit in einem neuen Format: Remake. Frankfurter Frauen Film Tage. Ausgehend von wechselnden Themenschwerpunkten entfaltet sich Remake in einer Mischung aus Festival und Symposium. Unterschiedliche Epochen und Genres verflechten sich im Programm. Im Fokus: Frauen, Geschlechterverhältnisse, Emanzipation, Aspekte des queer cinema und ein anderer Blick auf die Gesellschaft und auf Phänomene wie Migration, Kolonialismus, Rassismus. Mit Filmrestaurierungen und einer Begleitpublikation sorgt die Kinothek für die Nachhaltigkeit ihrer Festivalarbeit und adressiert neben dem Remake-Publikum eine breitere interessierte Öffentlichkeit. 

Vom 26. November bis 1. Dezember 2019 geht das Festival in die zweite Runde und wird in Zukunft biennal stattfinden. „Geschichtsanschauung: HerStory im Kino“ ist der thematische Schwerpunkt von Remake 2. Die mit dem ersten Festival begonnene Würdigung bedeutender Frauenfilmfestivals wird mit einem Rückblick auf den von osteuropäischen Filmemacherinnen initiierten Verbund KIWI – Kino Women International (1987-1989) und seine Filmschauen fortgesetzt. Remake bringt zudem die Filme der Malerin, Fotografin und Filmemacherin Ella Bergmann-Michel (1895-1971) zur Aufführung und stellt die vielfältigen filmkulturellen Aktivitäten und sozialreformerischen Bezüge dieser Pionierin der klassischen Moderne vor. 

Das Gesamtprogramm und Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und Filmen werden ab Mitte Oktober auf www.remake-festival.de zu finden sein.

Remake. Frankfurter Frauen Film Tage wird gefördert von der HessenFilm und Medien GmbH, dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main und der Mariann Steegmann Foundation.

www.kinothek-asta-nielsen.de und www.remake-festival.de