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Letzte Aktualisierung: 21.09.2018

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Frankfurt trauert um Kardinal Lehmann

Bürgermeister Becker würdigt großen Theologen und Vorbild gelebter Mitmenschlichkeit

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(13.03.2018) Im Alter von 81 Jahren ist Kardinal Karl Lehmann nach schwerer Krankheit am Sonntagmorgen in seinem Haus in Mainz gestorben. Frankfurts Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker sprach im Namen der Stadt Frankfurt am Main seine Trauer aus und würdigte den langjährigen Bischof von Mainz als „großen Theologen und überzeugten Brückenbauer“.

„Als langjähriger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, die Kardinal Lehmann von 1987 bis 2008 leitete, war er für viele Menschen in unserem Land das Gesicht der katholischen Kirche. Als Bischof von Mainz war er zudem von 1983 bis 2016 auch direkt zuständig für die katholischen Christen in unseren Frankfurter Stadtteilen Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach, die bis heute zum Bistum Mainz gehören.

Kardinal Lehmann war ein großer Theologe, ein großer Intellektueller, der jedoch nie die Nähe zu den Menschen verlor sondern umgekehrt ein Bischof zum Anfassen blieb. Gleichzeitig galt sein Wirken der Förderung der Ökumene und dem Dialog mit anderen Religionen. In seinem Eintreten für ein Diakonieamt für Frauen, in seinem Engagement für Flüchtlinge wie auch in seinem tiefen Verständnis für Menschen in Notlagen, verstand es Kardinal Lehmann immer, das Wort Jesu Christi in die heutige Zeit hinein zu übersetzen und Antworten auf gesellschaftliche Fragen zu formulieren, die nicht dem Zeitgeist, jedoch dem heiligen Geist in der heutigen Zeit entsprochen haben. Frankfurt trauert um ein Vorbild gelebter Mitmenschlichkeit“, so Bürgermeister Uwe Becker.

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