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Letzte Aktualisierung: 22.02.2019

Fokus Lyrik: Festivalkongress zur Gegenwartslyrik vom 7. bis 10. März in Frankfurt

von Ilse Romahn

(22.01.2019) Fokus Lyrik - der Festivalkongress zieht nach zehn Jahren Lyrikboom Bilanz und bietet zahlreichen Akteurinnen und Akteuren erstmals ein Forum zum Austausch und zur Vernetzung. 124 Mitwirkende sowie zahlreiche Gäste aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nehmen teil.

Auf 18 Podien werden tagsüber Fragen der Produktion, Förderung und Rezeption von Lyrik diskutiert. Ein künstlerisches Rahmenprogramm am Abend bietet zudem hochkarätige Lesungen und Performances. Fokus Lyrik wird vom 7. bis 10. März einmalig in Frankfurt am Main stattfinden, Veranstalter sind das Kulturamt der Stadt Frankfurt und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Kuratorinnen und Kuratoren des Programms sind mit Monika Rinck und Tristan Marquardt zwei wichtige Vertreterinnen und Vertreter der deutschsprachigen Lyrik. Monika Rinck ist eine bedeutende Dichterin und Essayistin und Vizepräsidentin der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Der Lyriker und Literaturwissenschaftler Tristan Marquardt ist als Veranstalter und Performer sehr präsent, besonders in der jüngeren Lyrikszene.

Das Tagesprogramm hat Tristan Marquardt entwickelt: „Es ist ein guter und wichtiger Zeitpunkt, um über die Lage und Zukunft der Lyrik zu reden. Denn so vielfältig und vielstimmig die Lyrik heute ist, so prekär ist weiterhin ihr Status. Wir müssen darüber diskutieren, was wir heute überhaupt unter Lyrik verstehen, welchen Ort die Lyrik im gesellschaftlichen Wandel hat und welche strukturellen Maßnahmen ergriffen werden können, um sie besser zu fördern. Dafür brauchen wir möglichst viele unterschiedliche Stimmen und ich bin froh, dass bei Fokus Lyrik viele von ihnen ins Gespräch kommen werden“, sagt Marquardt.

Monika Rinck verantwortet das Abend- und Matineeprogramm, für das sehr unterschiedliche Orte in Frankfurt ausgewählt wurden. „Der Vortrag eines poetischen Textes steht in einem wechselseitigen Verhältnis zu dem Raum, in dem er stattfindet“, sagt sie. Es wird Live-Performances und interdisziplinäre Aufführungen im Museum MMK, der Jugendkulturkirche St. Peter und dem Künstlerhaus Mousonturm geben. Darüber hinaus befasst sich am Freitag, 8. März, eine eigens für Fokus Lyrik zusammengestellte Jury mit den Kriterien, Dynamiken und Schwierigkeiten einer Preisvergabe. Am Festival-Samstag, 9. März, unternehmen renommierte Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler einen Parforceritt durch die Geschichte der deutschsprachigen Lyrik.

Das Programm wird am Freitag, 8. Februar, auf http://www.fokuslyrik.de veröffentlicht. Neben einem Festivalpass für alle Tage (30 Euro/ermäßigt 25 Euro) sind auch Tagestickets für die Festivaltage buchbar. (ffm)