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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Flughafen Frankfurt saniert Rollwege - Lärmpause morgens eingeschränkt

von Helmut Poppe

(10.07.2019) Wegen umfangreicher Baumaßnahmen an mehreren Rollwegen werden Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen in der Zeit von 5 Uhr bis ca. 6 Uhr vorübergehend neu organisiert.

Foto: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
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Die morgendliche Lärmpause in dieser Zeit kann daher voraussichtlich bis November nur mit erheblichen Einschränkungen realisiert werden, wie die hessische Fluglärmschutzbeauftragte Regine Barth am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Im vergangenen Sommer und Herbst hatten Sanierungsarbeiten an der Südbahn zu einer eingeschränkten Nutzung der Lärmpausen am Abend geführt. Im laufenden Jahr konnten sie jedoch bis auf wenige Ausnahmen – bedingt durch Wetterumstände bzw. Anforderungen der Flugsicherung - wieder regelmäßig stattfinden.

Wie die Fluglärmschutzbeauftragte erläuterte, sind nun die Rollwege der Centerbahn an der Reihe: „Die Arbeiten werden nachts durchgeführt, erfordern aber jeweils von Dienstag bis Samstag eine Sperrung der Piste bis 7 Uhr.“ Landungen werden morgens von der Süd- auf die Centerbahn verlegt, die Nordwestbahn bleibt - wie im Lärmpausenkonzept vorgesehen - ebenfalls in Betrieb. Starts finden an diesen Tagen auch auf der Startbahn West statt. Sonn- und montags kann die morgendliche Lärmpause voraussichtlich angewandt werden.

Die Lärmpausen sind nach einjähriger Erprobung seit Mitte 2016 im Regelbetrieb. Bei Betriebsrichtung West - der Hauptbetriebsrichtung im langjährigen Mittel am Frankfurter Flughafen - werden am frühen Morgen zwischen 5 und 6 Uhr und am späten Abend zwischen 22 und 23 Uhr einzelne Bahnen nicht genutzt. Die Flugbewegungen werden dazu auf den verbleibenden Bahnen gebündelt. Morgens werden Landungen auf die Nordwest- und die Centerbahn gelegt, die Südbahn wird nicht angeflogen.

Abends werden die Landungen dann auf der Südbahn abgewickelt, sofern Piloten nicht kurz vor dem Aufsetzen noch zur Centerbahn wechseln. Ein solcher „Swingover“ wird von der Fluglärmkommission befürwortet: Er entlastet die Bewohner von Neu-Isenburg etwas mehr als eine Landung auf der Südbahn, schmälert aber nicht die Entlastung für Frankfurt-Süd und das nördliche Offenbach. „Swingover“ sind also mit dem Lärmpausenkonzept vereinbar; sie erfolgen erst, wenn die Maschine Offenbach bereits überflogen hat.

Diese intelligente Bahnennutzung verschafft Anwohnern insbesondere in den Anflugbereichen der nicht genutzten Bahnen über das von 23 bis 5 Uhr geltende Nachtflugverbot hinaus eine zusätzliche Stunde weniger Lärm. Morgens werden vor allem Betroffene in Neu-Isenburg entlastet, abends die Betroffenen der Landebahn Nordwest z. B. in Frankfurt-Sachsenhausen und dem nördlichen Offenbach.

Die morgendliche Lärmpause in dieser Zeit kann daher voraussichtlich bis November nur mit erheblichen Einschränkungen realisiert werden, wie die hessische Fluglärmschutzbeauftragte Regine Barth am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Im vergangenen Sommer und Herbst hatten Sanierungsarbeiten an der Südbahn zu einer eingeschränkten Nutzung der Lärmpausen am Abend geführt. Im laufenden Jahr konnten sie jedoch bis auf wenige Ausnahmen – bedingt durch Wetterumstände bzw. Anforderungen der Flugsicherung - wieder regelmäßig stattfinden.

Wie die Fluglärmschutzbeauftragte erläuterte, sind nun die Rollwege der Centerbahn an der Reihe: „Die Arbeiten werden nachts durchgeführt, erfordern aber jeweils von Dienstag bis Samstag eine Sperrung der Piste bis 7 Uhr.“ Landungen werden morgens von der Süd- auf die Centerbahn verlegt, die Nordwestbahn bleibt - wie im Lärmpausenkonzept vorgesehen - ebenfalls in Betrieb. Starts finden an diesen Tagen auch auf der Startbahn West statt. Sonn- und montags kann die morgendliche Lärmpause voraussichtlich angewandt werden.

Die Lärmpausen sind nach einjähriger Erprobung seit Mitte 2016 im Regelbetrieb. Bei Betriebsrichtung West - der Hauptbetriebsrichtung im langjährigen Mittel am Frankfurter Flughafen - werden am frühen Morgen zwischen 5 und 6 Uhr und am späten Abend zwischen 22 und 23 Uhr einzelne Bahnen nicht genutzt. Die Flugbewegungen werden dazu auf den verbleibenden Bahnen gebündelt. Morgens werden Landungen auf die Nordwest- und die Centerbahn gelegt, die Südbahn wird nicht angeflogen.

Abends werden die Landungen dann auf der Südbahn abgewickelt, sofern Piloten nicht kurz vor dem Aufsetzen noch zur Centerbahn wechseln. Ein solcher „Swingover“ wird von der Fluglärmkommission befürwortet: Er entlastet die Bewohner von Neu-Isenburg etwas mehr als eine Landung auf der Südbahn, schmälert aber nicht die Entlastung für Frankfurt-Süd und das nördliche Offenbach. „Swingover“ sind also mit dem Lärmpausenkonzept vereinbar; sie erfolgen erst, wenn die Maschine Offenbach bereits überflogen hat.

Diese intelligente Bahnennutzung verschafft Anwohnern insbesondere in den Anflugbereichen der nicht genutzten Bahnen über das von 23 bis 5 Uhr geltende Nachtflugverbot hinaus eine zusätzliche Stunde weniger Lärm. Morgens werden vor allem Betroffene in Neu-Isenburg entlastet, abends die Betroffenen der Landebahn Nordwest z. B. in Frankfurt-Sachsenhausen und dem nördlichen Offenbach.