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Letzte Aktualisierung: 11.12.2018

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Film über „Usbekistan – Turkmenistan – Iran“ in Kriftel

Märchenhafte Oasenstädte und Baudenkmäler wie in Tausend und einer Nacht

von Adolf Albus

(06.12.2018) „Kontrastreiche Länder: Usbekistan – Turkmenistan – Iran“ – so lautet der Titel eines Films von Erika und Werner Mitsch, der am Donnertag, den 3. Januar 2019, um 19.30 Uhr in der Kleinen Schwarzbachhalle (Bleichstraße 7-9) gezeigt wird. Der Filmabend ist der Auftakt der neuen Vortragsreihe 2019 des Kulturforums. Der Eintritt ist frei.

Erika und Werner Mitsch haben eine spannende und faszinierende Reise auf den Spuren der Seidenstraße unternommen. Ihre Impressionen und Erlebnisse haben sie zu einem abwechslungsreichen Film verarbeitet. Viele Jahrhunderte waren Karawanen auf der Straße von Ost nach West, oder umgekehrt unterwegs, nun bewegen sich Touristenströme durch die geschichtsträchtigen Landstriche.

Erste Station der Reise für Ehepaar Mitsch war Usbekistan. Nach dem modernen Taschkent reisten sie nach Samarkand. Die Stadt kann auf eine über 2.500 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Zentrum Samarkands ist seit Jahrhunderten der Registan-Platz, eingerahmt wird er von prächtigen Medressen, den Koranschulen.

Von Ulugbek wurde in den Jahren 1428/1429 ein Observatorium erbaut. Ein in den Fels getriebener Sextant war das Kernstück der Sternwarte. Die Überprüfung durch moderne Astronomen belegt eine erstaunliche Präzision der mittelalterlichen Beobachtungsstation.

 

Weißer Marmor und viel Gold

Märchenhaft sind die alten Oasenstädte Buchara und Chiwa. Beide Städte waren zur Zeit der Seidenstraße blühende Handelszentren. Die historischen Stadtkerne sind erhalten und versetzten den Besucher in eine andere Zeit.

Aschgabat ist die Hauptstadt des abgeschotteten, rätselhaften Landes Turkmenistan. Dort lebten die Einwohner bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts als Nomaden. Alte Bauwerke sind selten. Nach der Loslösung von der Sowjetunion verwirklichen Machthaber ihre architektonischen Träume. So wurde Aschgabat in eine Stadt verwandelt, deren Hochhäuser - mit außergewöhnlicher Architektur in weißen Marmor und mit Gold dekoriert - die breiten Boulevards säumen.

Der muslimisch geprägte Iran überraschte Erika und Werner Mitsch mit sehr freundlichen, interessierten Menschen. Die Hochkultur der alten Perser findet ihren Ausdruck in der großartigen Anlage Persepolis. Wie in Tausend und einer Nacht erlebten die beiden Krifteler Isfahan mit den Baudenkmälern um den liebenswerten Meydan Platz. Ein besonderes Erlebnis war eine Führung im größten Heiligtum der Schiiten, in der Stadt Mashhad, inmitten von vielen tausend Pilgern.