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Letzte Aktualisierung: 16.07.2018

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Für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung

Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt die Teilnehmer des March for Science

von: ffm

(16.04.2018) Weltweit waren am Samstag, 14. April, Wissenschaftler und Studierende aufgerufen, gegen jedwede Einschränkung von Freiheit von Forschung und Lehre zu protestieren.

Auch in Frankfurt setzte sich der March for Science von der Bockenheimer Warte Richtung Innenstadt in Bewegung, um darauf aufmerksam zu machen, von welch hoher Bedeutung Freiheit für die Wissenschaft ist.

„Es ist wunderbar, dass wir heute nach der Premiere des March of Science im vergangenen Jahr wieder hier sind“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann, der die Teilnehmer der Kundgebung begrüßte. „Wissenschaft ist kein Selbstzweck, Wissenschaft und Gesellschaft brauchen und bedingen einander. Dieses Selbstverständnis müssen wir stärken, gerade im gemeinsamen Kampf gegen Demagogen, Rattenfänger und Verbreitern von Fake News.“

Die Organisatoren des March for Science wiesen darauf hin, dass die Freiheit von Wissenschaft und Forschung in Deutschland nicht in dem Maße bedroht sei wie in anderen Staaten. Dennoch sei es wichtig, gegenüber gegenteiligen Strömungen wachsam zu sein. Die Wissenschaft in Deutschland und Europa sehe sich mit einem zunehmenden Vertrauensschwund konfrontiert. Um dieser Vertrauenskrise zu begegnen, müsse der Wert wissenschaftlichen Denkens wieder stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken. Gleichzeitig liege es auch in der Verantwortung der Wissenschaft selbst, sich das Vertrauen der Gesellschaft zu erwerben und zu erhalten. Das gegenwärtige Wissenschaftssystem biete beispielsweise keine Anreize für Wissenschaftler, ihre Forschung nach außen zu kommunizieren. Vertrauen entstehe jedoch nur durch Kommunikation.

„Wir wissen alle, was passieren kann, wenn Wissenschaft nicht frei ist, wenn politische Zwänge und Kräfte auf sie wirken. Wir haben historische Verantwortung, müssen starke Zeichen setzen“, sagte Peter Feldmann. „Umso wichtiger ist es, dass Wissenschaft und Gesellschaft und Politik hier und heute eins sind: Nur zusammen können wir Druck aufbauen, für demokratische und freiheitliche Standards kämpfen, von denen wir nicht abrücken dürfen.“ Die Stadt Frankfurt sei von jeher bekannt für ihr Streben nach Freiheit und Gleichheit.