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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

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Etwa 1000 Menschen beim ersten stadtweiten Sauberkeitstag ‚Frankfurt Cleanup‘

Umweltdezernentin Heilig lobte Engagement der Frankfurterinnen und Frankfurter

von Ilse Romahn

(24.09.2019) Etwa 1000 Frankfurterinnen und Frankfurter waren am Samstag, 21. September, beim ersten stadtweiten Sauberkeitstag „Frankfurt Cleanup“. Mehr als 50 Gruppen hatten sich angemeldet. Darunter Ortsteilgruppen, Familien, Unternehmen und Sportgruppen. Andere waren spontan dazu gekommen.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig mit Teilnehmern des Sauberkeitstags ‚Frankfurt Cleanup‘ am Mainufer
Foto: Stadt Frankfurt / Fes
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„Ich freue mich, dass so viele Menschen mitgemacht und gemeinsam unser Frankfurt sauber gemacht haben“, freute sich Schirmherrin und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Damit ist unser erster Sauberkeitstag ein großer Erfolg. Wir werden dranbleiben. Nächstes Jahr rufen wir wieder zu einem Frankfurt Cleanup auf“, versprach sie.

Dezernentin Heilig hatte gemeinsam mit Holger Holland, Deutschland-Koordinator des World Cleanup-Day am Mainufer den Frankfurter Sauberkeitstag eröffnet. Die Stadt ist neben Berlin und München einer der großen Partner des World Cleanup-Day 2019. Beeindruckt von dem Engagement der Frankfurterinnen und Frankfurter zeigte sich auch Holger Holland, Koordinator vom World Cleanup Day Deutschland: „Im vergangenen Jahr erst haben wir den World Cleanup Day nach Deutschland geholt. Und bereits in diesem Jahr hatten sich 500 Cleanup-Initiativen in mehr als 200 Städten angemeldet“, sagte Holland. Das Interesse in diesem Jahr sei riesig gewesen und jeder Cleanup zähle. Ziel des World Cleanup-Day sei nicht nur die Beseitigung von Müll auf öffentlichen Plätzen, hier leisteten die kommunalen und privaten Unternehmen in Deutschland seit Langem gute Arbeit, sagte Holland weiter: „Wir wollen sensibilisieren für das Ausmaß, in dem wir unsere Umwelt zumüllen und zerstören.“

Organisiert und unterstützt wurde der „Frankfurt Cleanup“ von der Sauberkeitskampagne #cleanffm, dem Grünflächenamt und der FES. An 80 Abholstellen in der Stadt hatten FES und Grünflächenamt am Ende des Sauberkeitstages die vollen Müllsäcke eingesammelt.

Zwischen drei und vier Tonnen Müll kam nach einer ersten Schätzung im gesamten Stadtgebiet zusammen. Allein am Mainufer – zwischen Eiserner Steg und Hafenpark – waren es etwa 300 Kilo Müll. Darunter Glasflaschen und Scherben, Pizzakartons und andere Verpackungen. Aber auch E-Scooter, sogar ein Kühlschrank. „Wieviel Kilo oder Tonnen Müll wir gesammelt haben ist am Ende gar nicht das Entscheidende“, sagte die Umweltdezernentin. Entscheidender sei, was achtlos weggeworfen werde. „Wir haben so unfassbar viele Kronkorken gesammelt. Vor allem aber auch Zigarettenkippen. Vielen Raucherinnen und Rauchern ist offenbar nicht bewusst, wie viel Gift in so einem Zigarettenstummel steckt“, sagte Heilig. Laut Weltgesundheitsorganisation verseucht eine Zigarettenkippe durch ihre Inhaltstoffe wie Nikotin, Arsen oder Blei etwa 40 Liter Grundwasser. „Bußgelder allein reichen hier nicht“, sagte Heilig. „Wir müssen die Raucherinnen und Raucher sensibilisieren, dass das, was sie tun, nicht nur ein ästhetisches Problem ist. Am Ende schädigen sie mit ihrem Verhalten uns alle. Wir müssen aber auch die Tabakindustrie in die Pflicht nehmen. Sie sollte sich an Aktionen wie dem Frankfurt Cleanup beteiligen, aber auch an Aufklärungsmaßnahmen“, appellierte die Umweltdezernentin. (ffm)