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Letzte Aktualisierung: 17.09.2019

Erfolgreiche Veranstaltungsreihe "Frankfurt liest ein Buch" - Martin Mosebach "Westend"

von Lothar Ruske

(27.05.2019) Zwei Wochen lang hat "Frankfurt liest ein Buch" wieder Stadt und Region literarisiert und mit rund 13.000 Besucherinnen und Besuchern sein zehntes Veranstaltungsjahr gebührend gefeiert. Zur Jubiläumsausgabe drehte sich alles um den Roman Westend (Rowohlt Verlag) von Martin Mosebach. Das Lesefest ist mit einer fulminanten Abschlussveranstaltung von Michael Quast und der Fliegenden Volksbühne im Frankfurter Palmengarten zu Ende gegangen.

85 Veranstaltungen an 70 verschiedenen Orten (darunter Originalschauplätze wie die Christuskirche, der Ruderclub Germania, die Villa Winter, der Höchster Behrens-Bau und das Lessing-Gymnasium) in Frankfurt und Umgebung (z.B. Oberursel, Bad Homburg, Bad Soden, Kronberg, Eschborn, Offenbach, Darmstadt und Gießen) luden zu vielfältigen Formaten ein: szenischen und klassischen Lesungen und Diskussionsrunden, Ausstellungen, Stadtrundgängen durchs Westend, Theater- und Filmvorführungen. Zahlreiche Veranstaltungen waren ausverkauft und überbucht, zum Teil lange im Voraus. Zahlreiche renommierte Literaturkritiker, Kenner der Stadtentwicklung und der Architektur sowie Weggefährten des Autors nahmen teil.

Im Mittelpunkt standen die Themen und Figuren des Romans, persönliche Erinnerungen des Autors, aber auch die Geschichte des Westends, Architektur, Kunst sowie Städtebau und Stadtplanung im Frankfurt der Nachkriegszeit. Viele Frankfurterinnen und Frankfurter kamen selbst zu Wort, z.B. mit Text, Ton- und Bildbeiträgen im Rahmen der Jubiläumsausstellung 10 Jahre Frankfurt liest ein Buch in der Stadtbücherei Frankfurt sowie in Filmbeiträgen der Frankfurt University of Applied Sciences und des Kulturhauses Frankfurt. 

Martin Mosebach war an insgesamt 22 Veranstaltungen als Gast, Redner oder Lesender beteiligt, auch in einigen Schulen. Die Stimmung war heiter, und es fand ein lebhafter Austausch statt. Seine zugewandte Offenheit, brillante Sprachbilder und die förmlichen Grußworte »Meine sehr verehrten Damen, meine Herren« werden lange nachklingen.

Westend war erstmals im Jahr 1992 als drittes Buch des Autors nahezu unbeachtet erschienen. Zur traditionellen Eröffnungsveranstaltung in der Deutschen Nationalbibliothek dankte Rowohlt-Verleger Florian Illies Mosebach für seine Geduld mit uns Lesern. Erst jetzt habe der Roman die Öffentlichkeit und Anerkennung gefunden, die ihm zustehe. So stellte Illies der diesjährigen Lesereihe auch das passende Bonmot voran: »Frankfurt liebt ein Buch!« Die erste Auflage der bei Rowohlt neu verlegten, schönen gebundenen Ausgabe war im Laufe des Lesefestes beim Verlag dann auch bereits vergriffen.

Mit dabei waren u.a.: Prinz Asfa-Wossen Asserate, Birgitta Assheuer, Anne Bohnenkamp-Renken, Marie-Theres Deutsch, D.W. Dreysse, Heidi Ecks, Bernd Eilert, Barbara Englert, Peter Feldmann, Ruth Fühner, Sylvia Gerlich-Raabe, Ina Hartwig, Martin Haug, Katja Heubach, Helge Heynold, Mikael Horstmann, Sandra Kegel, Wolfram Koch, Jürgen Kruse, Doris Lerche, Ann Kathrin Linsenhoff, Felicitas von Lovenberg, Alf Mentzer, Elisabeth Niggemann, Jochen Nix, Michael Quast, Klaus Reichert, Walter Renneisen, Petra Roth, Marc Oliver Schulze, Iris Schmeisser, Martin Maria Schwarz, Julia Söhngen, Hartmut Volle, Jürgen Vormann, Rainer Weiss, Bettina M. Wiesmann, Björn Wissenbach.

Der Verein Frankfurt liest ein Buch e. V. bedankt sich für den gelungenen Ablauf der Veranstaltungsreihe und zehn Jahren ideenreicher und bestens organisierter Veranstaltungsplanung bei Lothar Ruske.

Großer Dank an die Förderer, ohne die die Ausrichtung des Lesefestes in diesem Umfang nicht möglich wäre: Rowohlt Verlag, Stadt Frankfurt am Main Kulturamt, Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und Stadt Eschborn; an die Spender Fraport AG, Europäische Zentralbank, Hessische Staatskanzlei, Frankfurter Sparkasse; an die Medienpartner, FRIZZ Das Magazin, Frankfurter Rundschau und hr2-kultur sowie an die vielen engagierten Veranstalterinnen und Veranstalter und Buchhändlerinnen und Buchhändler vor Ort!

Dank gebührt den Ausstellungspartnern Stadtbücherei Frankfurt, hr2-kultur, Frankfurt University of Applied Sciences/Lothar Eichhorn und allen voran Kuratorin Julia Schopferer für die Planung und Realisierung der wunderbaren 10 Jahre Frankfurt liest ein Buch-Jubiläumsausstellung sowie Helga Irsch-Breuer für das Verfassen eines Literaturrätsels für zwei Altersgruppen zu allen zehn Büchern und den Spendern Buchhandlung Hugendubel, Theaterhaus Schützenstraße und Kommunales Kino im Filmmuseum dafür, dass sie Preise für das Quiz gestiftet haben. 

http://www.frankfurt-liest-ein-buch.de