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Letzte Aktualisierung: 04.03.2024

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Energiereferat stellt aktualisierten Klimaschutz-Stadtplan vor

von kus

(22.06.2017) Ob Solaranlage, Blockheizkraftwerk oder Passivhaus: Der aktualisierte Klimaschutz-Stadtplan der Stadt Frankfurt am Main liefert mit wenigen Klicks einen Überblick darüber, welche Klimaschutzaktivitäten die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen, die Stadtverwaltung und andere Akteure umgesetzt haben. Zirka 3500 Projekte im Frankfurter Stadtgebiet sind in dem Plan erfasst und mit Detailinformationen hinterlegt.

 „Die Handhabung des Klimaschutz-Stadtplans ist sehr einfach und übersichtlich“, sagt Paul Fay, stellvertretender Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt. „Die Anzahl der eingetragenen Projekte ist beeindruckend und zeigt, dass Frankfurt am Main auf einem guten Weg ist, die Ziele des \'Masterplan 100 % Klimaschutz\' zu erreichen“.

Klimaschutz-Stadtplan auch unterwegs verfügbar
Der Klimaschutz-Stadtplan von Frankfurt ist jetzt technisch auf dem neuesten Stand und kann jetzt auch mit mobilen Geräten wie Handys oder Tablets von unterwegs genutzt werden. Mit dem Klimaschutz-Stadtplan möchte das Energiereferat einen Erfahrungsaustausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern anregen und sie zum Handeln und Helfen bei der Realisierung neuer Projekte motivieren. Neben der rein visuellen Darstellung einzelner Projekte im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit hat sich der Klimaschutz-Stadtplan und die zugrundeliegende Datenbasis zu einem unverzichtbaren Informationstool entwickelt. Im Rahmen von Quartierskonzepten wie auch im Bereich von strategischen Planungen wie dem Masterplan 100 % Klimaschutz und der CO2-Bilanz sind diese Informationen unverzichtbar. Ebenso eignet sich der Klimaschutzstadtplan hervorragend zur Informationsbereitstellung auf kleinräumiger Ebene wie Ortsbezirken, Stadtteilen oder gar Postleitzahlenbereichen.

Der Plan enthält 385 Blockheizkraftwerke, 120 Biomasse-Projekte, 36 Niedrigenergiehäuser, 262 Passivhäuser, die mehr als 3400 Wohneinheiten in Passivhausbauweise repräsentieren, 1157 Photovoltaikanlagen, 1334 Solarthermieanlagen, 13 besonders innovative Projekte, 23 Quartierskonzepte, 61 Ökoprofit-Teilnehmer, 12 Leen-Teilnehmer, 39 Stromtankstellen und 2 Wasserkraftprojekte.

Heizen mit Sonne und Eis – Besuch beim Energie-Plus-Projekt in der Kamelienstraße
Exemplarisch für die zahlreichen Projekte des Klimaschutz-Stadtplans ist das Energie-Plus-Projekt „Kamelienstraße“ der KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH zu nennen. Die insgesamt 56 Wohnungen im Neubaugebiet „Parkstadt“ im Westen Frankfurts werden aus rein regenerativen Energiequellen versorgt. Übers Jahr gesehen entsteht sogar ein Energie-Überschuss.

Der Energiebedarf der gesamten Gebäudetechnik sowie der Außenbeleuchtung, der Keller und der Treppenhäuser wird durch die Nutzung von Sonnenlicht abgedeckt. Überschüssige Energie wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist. In den ersten 450 Tagen ihres Betriebs hat die Photovoltaikanlage rund 75000 kWh Strom produziert. Zur Wärmeversorgung wird eine solarthermische Anlage in Verbindung mit einer Speicheranlage mit insgesamt 50000 Litern Fassungsvermögen eingesetzt. Ergänzt wird die Versorgungsleistung der solarthermischen Anlage durch einen Eisspeicher in Verbindung mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe und mehreren Helixsonden. So ist die effiziente Nutzung auch kleinerer Energiemengen möglich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Wärmeüberschüsse in das Nahwärmenetz vor Ort einzuspeisen.

Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt am Main
Im Rahmen des „Masterplan 100% Klimaschutz“ hat sich die Stadt Frankfurt dem Ziel verschrieben, bis 2050 den Energiebedarf um die Hälfte zu reduzieren. Die Deckung des Restenergiebedarfs soll 2050 zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien aus Frankfurt und der Region erfolgen. Gleichzeitig sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent reduziert werden.

Weiterführende Informationen finden sich unter http://klimaschutzstadtplan-frankfurt.de/