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Letzte Aktualisierung: 22.09.2017

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Endspurt in der Ausstellung ,Vision und Verpflichtung. Frankfurts GrünGürtel‘ im Institut für Stadtgeschichte

von: Ilse Romahn

(04.08.2017) Noch bis Sonntag, 27. August, ist die in Kooperation mit dem Grünflächenamt und dem Umweltamt realisierte Ausstellung „Vision und Verpflichtung. Frankfurts GrünGürtel“ im Dormitorium des Karmeliterklosters zu sehen.

Nidda unterhalb der Römerstadt, um 1965
Foto: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
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Vor einem Vierteljahrhundert wagte Frankfurt am Main einen ganz großen Wurf: Ein Drittel des Stadtgebiets wurde 1991 als GrünGürtel Frankfurt vor Bebauung geschützt. Die Landschaften rings um die Kernstadt sollten nun als zusammenhängender Freiraum für Mensch und Natur weiterentwickelt werden.

Die Idee eines GrünGürtels hatte ihre Vorreiter bereits im 19. Jahrhundert, als aus der ehemaligen Stadtbefestigung die bis heute bestehenden und geschützten Wallanlagen entstanden. Auch der heutige Alleenring wurde um 1900 als zweiter Grünring ausgebaut, gefolgt von Planungen in den 1920er Jahren für einen dritten Grüngürtel längs der Nidda. Ende der 1950er Jahre gab es konkrete Überlegungen zum Schutz eines zusammenhängenden Grünsystems rund um die Stadt.

Wann entwickelte sich die Idee für den GrünGürtel und wer verfolgte sie über Jahrzehnte? Wie hat sich der GrünGürtel als Erholungs- und Freiraum entwickelt? Was können die Frankfurter für die weitere Stadtentwicklung von der Erfolgsgeschichte GrünGürtel lernen? Antworten darauf gibt die Ausstellung „Vision und Verpflichtung“ im Institut für Stadtgeschichte in der Münzgasse 9. Sie stellt wichtige Stationen der Planung vor, lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und veranschaulicht die Bedeutung des GrünGürtels für Stadtklima, Artenvielfalt und urbane Lebensqualität. Neben Bild- und Textdokumentation werden in der Ausstellung auch Filmausschnitte und eine Soundcollage präsentiert.

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Während des Museumsuferfestes führt Ausstellungskuratorin Jutta Zwilling am 26. und 27. August jeweils um 14 Uhr durch die Ausstellung. Wegen des zusätzlichen Personalaufwands beim Museumsuferfest ist die sonst kostenfrei zugängliche Ausstellung dann nur mit dem in allen beteiligten Häusern erhältlichen Button zum Preis von sieben Euro zugänglich. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt aber frei.

Die 180-seitige Publikation „Jutta Zwilling: Vision und Verpflichtung. Frankfurts GrünGürtel“, die die Ausstellungstafeln mit mehr als 100 Abbildungen umfassend dokumentiert, ist im Institut für Stadtgeschichte zum Preis von 14,90 Euro erhältlich. Sie kann auf der Website http://www.stadtgeschichte-ffm.de/de/print-und-medien/publikationen auch online bestellt werden.