Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 21.06.2018

Werbung
Werbung

Eintracht-Präsident Fischer: „Als ich in Frankfurt ankam, hatte ich niemanden“

von: Ilse Romahn

(14.06.2018) Der Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, 62, spricht im ZEITmagazin Frankfurt über seine einsame Jugend.

„Als ich kurz vor meinem 14. Geburtstag in Frankfurt ankam, hatte ich niemanden. Mein Vater war einige Jahre zuvor gestorben. Mit meiner Mutter und ihrem neuen Lebenspartner vertrug ich mich nicht, ich wuchs in Kinderheimen in der Provinz auf. Glücklicherweise vermittelte mir ein Nennonkel einen Ausbildungsplatz in Frankfurt: im Kaufhof auf der Zeil. Also zog ich in eine Wohngemeinschaft in der Stadt.“

Er erinnert sich aber auch an glückliche Momente in Frankfurt: „Die Amerikaner hatten einen großen Militärstützpunkt in der Nähe von Frankfurt: die Rhein-Main Air Base. Für mich ein großes Glück! Aufgrund meiner Körpergröße von über zwei Metern kam ich zum Basketball und konnte nun mit den Soldaten spielen, schloss neue Freundschaften, lernte Englisch. Ich wurde in die legendären PX-Läden mitgenommen, das waren Einkaufszentren mit amerikanischen Waren, die nur für US-Soldaten und ihre Angehörigen zugänglich waren.“

Am Mittwoch, 30. Mai, ist die erste Frankfurt-Ausgabe des ZEITmagazins erchienen. Das Heft ist mit einer Auflage von 70.000 Exemplaren veröffentlicht und liegt dem regulären ZEITmagazin im Rhein-Main-Gebiet bei.

In der Titelgeschichte erzählen 34 Menschen unter dem Motto „Gut Gelandet“, wie und wann sie in Frankfurt ankamen und warum sie geblieben sind – unter ihnen Hannelore Elsner, Kevin-Prince Boateng, Daniel Cohn-Bendit und Bodo Kirchhoff.  „ZEITmagazin Frankfurt“.