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Letzte Aktualisierung: 15.10.2019

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Eingang zum Nieder Ortskern mit neuem Erscheinungsbild

Die Stadträte Josef und Oesterling eröffnen Straße Alt-Nied nach Umgestaltung

von Ilse Romahn

(08.07.2019) Schmale Bürgersteige, ungeordnet parkende Autos am Fahrbahnrand: Solche Bilder gehören in der Straße Alt-Nied nun der Vergangenheit an. Die Stadt Frankfurt hat die Straße im Stadtteil Nied aufwändig umgestaltet und nach rund zehnmonatiger Bauzeit wieder für den Straßenverkehr freigegeben.

Die Stadträte Klaus Oesterling und Mike Josef vor der umgestalteten Straße Alt-Nied
Foto: Stadt Frankfurt / Amt für Straßenbau und Erschließung
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Die Stadträte Mike Josef, Dezernat Planen und Wohnen, und Klaus Oesterling, Dezernat Verkehr, haben am 5. Juli die wesentlichen Neuerungen vorgestellt.

„Alt-Nied macht nach der Umgestaltung einen sehr attraktiven und aufgeräumten Eindruck. Hierfür war auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger wichtig. Damit schaffen wir neue Impulse für den Stadtteil. Zugleich hoffen wir, den Straßenzug mit den neuen Gestaltungselementen zu beleben und weiteres Potenzial im Umfeld zu fördern“, sagte Planungsdezernent Josef.

Verkehrsdezernent Oesterling ergänzte: „Die Bürgersteige sind breiter und die Stellflächen für Autos sind übersichtlich angeordnet. Die Verkehrsführung ist besser einzusehen. Die Fahrspur ist schmaler und bremst Autofahrerinnen und Autofahrer ab. Das ist, wie ich finde, eine sehr schöne und unaufdringliche Möglichkeit, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.“

Die Umgestaltung der Straße Alt-Nied auf einer Länge von etwa 250 Metern ist ein Gemeinschaftsprojekt des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) und des Stadtplanungsamts im Zuge des Programms „Schöneres Frankfurt“. Dabei geht es darum, öffentliche Straßen und Plätze als Aufenthaltsraum aufzuwerten und das städtische Leben so zu bereichern. Das Programm „Schöneres Frankfurt“ umfasst etwa 100 Projekte, die die Stadtverordneten mit ihrem Beschluss aus dem Jahr 2000 in einer Prioritätenliste festgelegt und inzwischen immer wieder erweitert haben.

Die Straße Alt-Nied ist eine Geschäftsstraße in Nied und verbindet die Mainzer Landstraße mit der Oeser- beziehungsweise Bolongarostraße. Sie ist ebenso der Eingangsbereich zum Nieder Ortskern – und wurde gleichermaßen von Ortsbeirat und Bürgerschaft über Jahre als trostlos und vernachlässigt wahrgenommen. In der Straße Alt-Nied fallen wesentliche Änderungen direkt ins Auge: Die Fahrbahn ist frisch saniert und mit einer Breite von vier Metern schmaler zugeschnitten. Dafür fallen die Gehwege deutlich komfortabler aus. Optisch heben sie sich zudem mit diagonal verlegten Betonplatten ab. Für Autos gibt es 30 Stellplätze, die sich mit einer Basalt-Stein-Pflasterung abheben. Besonders schön anzusehen ist der denkmalgeschützte Bereich vor der alten Polizeistation, in dem denkmalgerechtes Natursteinpflaster verlegt wurde.

Die Buslinien 51 und 54, die schon seit April 2018 umgeleitet wurden, können nun auf ihre regulären Linienwege durch Alt-Nied zurückkehren. Die Bushaltestelle Nied Brücke, die bisher wenig komfortabel war, wurde um wenige Meter versetzt und ist mit einem überdachten Wartehäuschen ausgestattet. Sie kann in Kürze in Betrieb genommen werden, so dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Bus dann barrierefrei erreichen können. Überhaupt ist der gesamte Straßenabschnitt so gebaut, dass sich Bürger ohne Hindernisse bewegen können. Taktile Leitelemente helfen Menschen, die schlecht sehen können, bei der Orientierung.

Genügend Fahrradbügel stehen nun als Angebot zur Verfügung, um das Rad sicher und geordnet abzustellen. Zusätzliche Straßenlaternen bringen eine bessere Ausleuchtung. Sieben Bäume, die in einigen Jahren Schatten spenden werden, pflanzt die Stadt ab Herbst auf der Ostseite der Straße.

Weitere Details betreffen vor allem den Untergrund: So sind die Altglascontainer im westlichen Abschnitt der Straße verschwunden. Einzig die Einwurföffnungen der nun verfügbaren Unterflurcontainer sind noch an der Oberfläche zu sehen.

Im Vorfeld der Sanierung hat die NRM Netzdienste Rhein-Main (NRM) verschiedene Versorgungsleitungen erneuert. Auf einer Länge von rund 300 Metern hat die Mainova-Tochter Gas- und Trinkwasserleitungen ausgetauscht und teilweise umgelegt. Während der Bauphase hat die NRM zusätzlich rund 30 Gas- und Trinkwasser-Hausanschlüsse ertüchtigt oder erneuert.

Die Erneuerung und Umgestaltung der Straße Alt-Nied kostet 1,9 Millionen Euro. (ffm)