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Letzte Aktualisierung: 19.07.2019

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Ein unerschlossener Schatz

Hessische Kulturstiftung fördert Sammlungserwerb für Schloss Erbach

von Ilse Romahn

(05.07.2019) Der Ankauf der gräflichen Gemäldesammlung mit 326 Einzelpositionen ist für die Hessische Kulturstiftung als langjähriger Partner des Museumsbetriebs auf Schloss Erbach ein Musterbeispiel für die kooperative Förderkultur zwischen privaten und öffentlichen Stiftungen und dem Bund.

Bilder im Hintergrund sind Portraits von Anthonis van Dycks Johann VIII. (III.) von Nassau-Siegen (1583–1638) und Ernestine Yolande Prinzessin de Ligne (1594–1668),
Foto: Hessische Kulturstiftung, Axel Schneider
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Die gemeinsamen Bemühungen um Schloss Erbach setzen ein Zeichen für die nationale Bedeutung und Wertschätzung der Residenz im Odenwald. Die Hessische Kulturstiftung hat 200.000 Euro zum Ankauf der Sammlung beigetragen, die mit Gemälden von Anthonis van Dyck, Gerrit van Honthorst und deren Werkstätten nicht nur hochkarätige Kunstwerke umfasst, sondern auch die Beziehungen aus dem Odenwald nach Europa und zum niederländischen Königshaus dokumentiert.

„Das Ensemble aus Schloss, Antikensammlung und Ahnengalerie, Rittersaal und Hubertuskapelle ist ein einzigartiges kulturhistorisches Panorama, das in Deutschland seinesgleichen sucht“, so Geschäftsführerin Eva Claudia Scholtz.

Sammlung und Schloss als Einheit
Die gräfliche Gemäldesammlung und der Prachtkatalog aus der Feder des Grafen Franz I. sind ein bis dato unerschlossener Schatz, dessen Erwerb das einzigartige kulturhistorische Ensemble für Hessen und Deutschland in seiner Gesamtheit bewahrt und damit Forschung und persönliche Bildung für jedermann ermöglicht. Die gemeinsame Anstrengung des Bundes, der Kulturstiftung der Länder, der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung und der Hessischen Kulturstiftung ist nicht zuletzt als Investition in den ländlichen Raum zu verstehen, der im Vergleich mit kulturellen Ballungsräumen zu bestehen hat.

„Der Erhalt für die Öffentlichkeit zur historischen, kulturellen, persönlichen Horizonterweiterung ist für uns von ganz besonderem Wert“, erklärt Eva Claudia Scholtz. 

Hessische Kulturstiftung
Neben den zentralen Förderaufgaben der Hessischen Kulturstiftung – Kunstproduktion zu ermöglichen, Kulturgüter in Hessen zu bewahren und sie jedermann zugänglich zu machen – gehört es zu den Zielen der Stiftung, ihre ästhetischen, kulturellen, historischen und finanziellen Entscheidungen transparent und verständlich zu präsentieren. 

http://www.hkst.de