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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

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Ein Ort gegen die Einsamkeit

Biazza-Nordwest eröffnet neue Räume

von Ilse Romahn

(09.10.2019) An Weihnachten alleine zu Mittag essen, niemanden zum Schach oder Skat spielen haben –all dies hat sich geändert seit Biazza-Nordwest am 22. Januar 2018 in der Nordweststadt eröffnete.

Anlass war der ausdrückliche Wunsch von Seniorinnen und Senioren in der Nordweststadt, die sich in einer wissenschaftlichen Analyse der Goethe-Universität mehr Begegnung, mehr Beratung und mehr Informationen gewünscht hatten. OB Peter Feldmann hatte das Projekt von Anfang an unterstützt. Jetzt hat die Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren neue Räume im Nordwestzentrum bezogen und feiert dies mit Gästen am Freitag, 11. Oktober 2019, 13 Uhr, Tituscorso 2b, Nordwestzentrum. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Biazza-Nordwest des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach hat an jedem Vormittag außer donnerstags, von 9 bis 13 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können ältere Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Stadtteile einfach vorbeikommen, plaudern, sich bei einer Tasse Kaffee beraten lassen oder bei verschiedenen Aktivitäten mitmachen. Sei es beim Mandala malen, bei Handarbeiten oder Gesellschaftsspielen. Einmal im Monat geht es zum Film-Nachmittag ins Kino, Ausflüge, etwa zum Hessischen Rundfunk, stehen ebenso auf dem Programm wie ein Bewegungs-Angebot speziell für Hochaltrige.

Projektkoordinatorin Sandra Erb vom Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach konnte rund 30 Ehrenamtliche gewinnen, die Veranstaltungen begleiten und sich selbst mit Ideen einbringen. Erb freut sich über den neuen Standort in der Nähe von Arztpraxen am Tituscorso 2b: „Wir erwarten viel Laufkundschaft, die ersten Interessierten, die Biazza-Nordwest vorher noch nicht kannten, kamen schon herein.“

Die Anlaufstelle, die auf Begegnung, Beratung, Information und Prävention setzt, wird sehr gut angenommen und ist im Stadtteil vernetzt. Für die Zukunft möchte Sandra Erb insbesondere die Angebote zur Demenzprävention ausbauen, pflegenden Angehörigen Entlastungsmöglichkeiten aufzeigen und gezielt Angebote für alleinlebende Männer machen. Im Sommer startete das Projekt „Nachbarn helfen Nachbarn“, Biazza-Nordwest und das Quartiersmanagement Nordweststadt der Diakonie kooperieren darin.

Zur offiziellen Eröffnung nach dem Umzug wird es Grußworte geben von Rudolf Herfurth, Vorstandsvorsitzender Stiftung Diakonie Hessen und Professor Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die das Projekt finanziell unterstützen. Bilanz und Ausblick bietet Projektkoordinatorin Sandra Erb. „Martin der Geiger“ spielt.

Biazza-Nordwest wird auch von der Deutschen Fernsehlotterie und dem Nordwest-Zentrum gefördert, sowie wissenschaftlich von der Goethe-Universität Frankfurt begleitet.

www.diakonie-frankfurt-offenbach.de