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Letzte Aktualisierung: 24.05.2019

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Ein Jahrhundert Wissen für alle

Oberbürgermeister gratuliert Annegret Kramp-Karrenbauer zum 100-jährigen Bestehen des Volkshochschul-Verbands

von Ilse Romahn

(14.02.2019) 1919 gilt als das Geburtsjahr der Volkshochschule moderner Prägung. Dieses Jubiläum wurde am Mittwoch, 13. Februar, mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche gefeiert. Der Deutsche Volkshochschul-Verband wählte das Frankfurter Wahrzeichen, die „Wiege der deutschen Demokratie“, für die zentrale Veranstaltung mit 600 geladenen Gästen aus Politik, Bildung und Gesellschaft.

Bildergalerie
100 Jahre Volkshochschule: Festakt in der Frankfurter Paulskirche mit zahlreichen Gästen
Foto: Stadt Frankfurt / Heike Lyding
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Oberbürgermeister Peter Feldmann, Ernst Dieter Rossmann, Annegret Kramp-Karrenbauer, Andreas Voßkuhle
Foto: Stadt Frankfurt / Heike Lyding
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Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßte sie im Namen der Stadt Frankfurt sowie Annegret Kramp-Karrenbauer, die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands. Festredner war Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

„Damals wie heute offerierten und offerieren die Volkshochschulen ein breitgefächertes Bildungsangebot. Und bleiben ihren Grundprinzipen dabei treu: Die Kurse sind für jeden zugänglich, erschwinglich, der Aufklärung verpflichtet“, sagte Feldmann in seiner Begrüßungsansprache. „Schon vor 100 Jahren waren viele Kommunen davon überzeugt, dass ihre Bürgerinnen und Bürger die neugewonnenen demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten nur dann wirklich nutzen können, wenn sie über Zugang zur Bildung verfügen können. Der Gedanke von Volksbildung für alle hat damals den Zeitgeist getroffen und ist auch heute wichtig wie eh und je.“

Seit 100 Jahren fungieren die Volkshochschulen als Orte der demokratischen Bildung, sie sind Treffpunkte für Menschen aus aller Herren Länder und unterschiedlicher sozialer Herkunft, sie bieten Räume, um miteinander und voneinander zu lernen. Die Regierenden der Weimarer Republik hatten sich zum Ziel gesetzt, demokratisches Bewusstsein zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, Erwachsenenbildung und Volkhochschulen sollten gefördert werden. Verankert wurde dieses Ziel in Artikel 148 der Weimarer Verfassung. Dies löste eine deutschlandweite Gründungswelle aus – allerorten eröffneten Volkshochschulen.

Das Themenspektrum der Volkshochschulen heute ist so vielfältig wie die Menschen, die sie besuchen. „An der Volkshochschule Frankfurt kann man Italienisch und Japanisch lernen – und natürlich auch Deutsch. Man kann über Politik und Philosophie diskutieren und seinen Schulabschluss nachholen – damit wird die Volkshochschule dem Anspruch der Allgemeinbildung gerecht“, sagte Feldmann. Die Frankfurter Volkshochschule leiste mit ihren 6000 Kursen im Jahr 2019 einen zentralen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt. Für Neubürger biete sie sprachliche und kulturelle Erstorientierung – und damit Zugang zu Teilhabe.

„Damals wie heute ist Bildung Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Ich gratuliere dem Volkshochschul-Verband zu 100 Jahren Wissen für alle“, so Feldmann. (ffm)