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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Edouard Desor: Ein Hugenotte an den Ursprüngen der prähistorischen Archäologie

von Ilse Romahn

(25.03.2019) Die sozialwissenschaftliche Forschungsgeschichte der Archäologie verdeutlicht die bedeutende Rolle von Edouard Desor in der Entstehung der urgeschichtlichen Wissenschaft im 19. Jahrhundert.

Der Vortrag von Prof. Marc-Antoine Kaeser vom Archäologischen Institut der Universität Neuchâtel am Mittwoch, 27. März beleuchtet ab 18 Uhr im Archäologischen Museum, Karmelitergasse 1, den ereignisreichen Lebenslauf des im hessischen Friedrichsdorf geborenen Naturforschers hugenottischer Abstammung, der der Ausgräber des berühmten Fundortes La Tène war

Von Straßburg, wohin Edouard Desor nach seiner Verwicklung mit den Burschenschaften geflüchtet war, nach Paris, wo ihn seine Ausbildung in Geologie und Paläontologie zu höchst unterschiedlichen Forschungsfeldern führte, lebte und wirkte dieser bis hin zu seiner dauerhaften Niederlassung in Neuchâtel. Hier wurde er nicht nur eingebürgert, sondern hier führte ihn sein politisches Engagement bis zur Präsidentschaft des eidgenössischen Parlaments.

Der Eintritt ist kostenlos. Im Anschluss an den Vortrag findet anschließend gegen 19.15 Uhr die feierliche Unterzeichnung der Urkunde zur Aufnahme des Archäologischen Museums Frankfurt in das Netzwerk „Iron Age Europe/Eisenzeitliches Europa“ statt, einer 2011 begründeten internationalen Partnerschaft zwischen Institutionen, die sich der Erforschung, Bewahrung und Valorisation archäologischer Fundstätten und Sammlungen widmen, die emblematisch für das eisenzeitliche Europa sind. (ffm)