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Letzte Aktualisierung: 20.03.2019

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E-Bike fahren und pflegen im Winter

von Ilse Romahn

(09.01.2019) E-Bikes liefern das ganze Jahr hindurch Energie und Fahrfreude für den Alltag. Mit der richtigen Vorbereitung, kann das E-Bike auch in der kalten Jahreszeit ein treuer Wegbegleiter sein.

Sportlich und gesund - die Tour mit dem E-Bike
Foto: EGO Movement
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Kalorien verbrennen und die Gesundheit verbessern mit dem E-Bike
Einige wenige denken noch immer, dass das Fahrrad mit Motor etwas “für Faule” ist. Tatsächlich verbrennt der Körper rund 300 Kilokalorien pro Stunde – selbst mit elektrischer Unterstützung. Ein Vorteil von E-Bikern gegenüber den Nutzern von unmotorisierten Fahrrädern ist zudem, dass sie wegen der unbeschwerlichen Nutzung viel häufiger zum Drahtesel greifen. Dies gilt vor allem für die kalte Jahreszeit. Gegenwind, Regen oder Schnee machen die Entscheidung fürs althergebrachte Radfahren zur Herausforderung. Dabei ist die Nutzung der agilen E-Bikes gut für die Gesundheit. Verbesserte Blutdruckwerte, ein gesundes Herz-Kreislaufsystem und ein größeres Lungenvolumen sind kleine Dinge, die für die Lebensqualität einen großen Unterschied machen.

Winterzeit mit bis zu 300 Watt: So bleiben Mensch und Maschine wohlbehalten
Solange kein Eis oder Schneeberge auf den Straßen liegen, spricht nichts gegen eine Fahrt mit dem E-Bike. Im Gegenteil: Eine Tour durch die verschneite Natur vermittelt ein gutes Gefühl. Darüber hinaus kurbelt die kalte Winterluft den Kreislauf an. Generell können elektrisch unterstützte Zwei- und Dreiräder jederzeit zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass das Fahrrad regelmäßig geprüft und gepflegt wird. Hier sind einige Tipps:

Batterie: Bei Temperaturen unter null ist spezielle Pflege für die Batterien notwendig. Es wird empfohlen die Batterie beim Abstellen des E-Bikes mit in die Wohnung oder ins Büro nehmen. Außerdem sollte die Stecker-Abdeckung verwendet werden, um die Stecker vor Nässe zu schützen. Falls das Bike längere Zeit nicht benutzt wird, die Batterie in einer trockenen Umgebung zwischen 15°C – 20°C lagern und alle 1-2 Monate einmal laden, um optimalerweise immer 60-80% Ladestand zu gewährleisten sowie eine Tiefenentladung zu vermeiden.

Bremsen: Salz, Schmutz und Eis machen dem Material zu schaffen. Eine regelmäßige Kontrolle der Beläge und die Reinigung der Scheibenbremsen sorgt für Sicherheit im Verkehr und Fahrvergnügen. Um das Bike nach der Fahrt von Salz zu befreien, ist das Abspritzen mit einem Schlauch (kein Hochdruckreiniger) mit lauwarmem Wasser die beste Methode.

Schaltung: Nach jeder Fahrt im Matsch oder im Schnee mit lauwarmen Wasser vom Salz befreien. Zudem regelmäßig die Kette bzw. die Schaltkomponenten zum Beispiel mit einem Spezialöl, wie dem “Green Oil Wet Chain Lube”, ölen. Green Oil wird nachhaltig hergestellt und ist somit nicht nur gut für’s E-Bike, sondern auch für die Umwelt.

Rahmen: Zum Reinigen des ganzen Bikes sollte vorher die Batterie ausgebaut und die Stecker-Abdeckung montiert werden. Anschließend das E-Bike (nicht die elektrischen Komponenten) mit Fahrradreiniger einsprühen und mit einem Schlauch ohne hohen Druck abspritzen. Danach mit einem weichen Lappen trockenreiben.

Licht: Die kalte Jahreszeit bringt kurze Tage und somit die Dunkelheit mit sich. Es lohnt sich bei der Auswahl des E-Bikes ein Modell mit integrierter LED-Technologie und Lichtsensor zu wählen oder diese zumindest mit dem entsprechenden Zubehör nachzurüsten. Ebenso empfiehlt es sich, reflektierende Kleidung zu tragen und auch in der Dämmerung immer mit Licht zu fahren, falls kein Lichtsensor das Licht automatisch zuschaltet.

Reifen: Wer plant, den ganzen Winter mit seinem E-Bike draußen unterwegs zu sein, sollte spezielle Winterreifen aufziehen (lassen). Mit Touren- und Trekking-Bereifung lässt sich sicherer über Eis und Schnee radeln. Auf die passende Grösse in Zusammenspiel mit dem Schutzblech ist dabei zu achten.