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Letzte Aktualisierung: 25.04.2019

Die Pflanzen erwachen

Der Frühling zieht in den Palmengarten ein

von Karl-Heinz Stier

(08.02.2019) Nach dem Kalender ist es noch weit bis Frühlingsanfang am 20. März. Doch nicht so im Frankfurter Palmengarten. Seit gestern hat die Ausstellung „Frühling“ mit einer großen Auswahl an Pflanzen aus der hauseigenen Gärten ihre Pforten geöffnet. Sie dauert bis 24. Februar.

Bildergalerie
Ausschnitt aus der Frühlingsausstellung
Foto: Karl-Heinz Stier
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Stadträtin Heilig (rechts) und Direktorin Dr. Heubach bei ihren Eröffnungsreden
Foto: Karl-Heinz Stier
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Mit Einmachgläsern dekorierter Jungbaum
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die Tulpensorte „Salomon impression“
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die gefüllte frühe Tulpe „Queen of Marvel
Foto: Karl-Heinz Stier
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Zum Vorlauf: Aus etwa 50 000 Blumenzwiebeln in 90 verschiedenen Sorten wurden Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Iris und Krokusse gezogen und mit Birken, Forsythien und anderen vorgetriebenen Gehölzen schmuckvoll kombiniert. Stadträtin Rosemarie Heilig wies in ihrer Eröffnungsrede darauf hin, dass es - bevor die Frühlingsblumen ihre volle Pracht entfalten - „einige Arbeitsschritte mit viel Sorgfalt bedarf“. So lagerten seit Mitte September die Zwiebeln im Kühlhaus bei plus 3 Grad. Anfang Dezember wurden sie getopft und anschließend in einem Kühlhaus in einem verdunkelten Raum bei 5 Grad aufbewahrt. In der ersten Januarwoche gab es wieder Lichtzufuhr und zwei Wochen später auch angenehme Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad - zum Vortreiben. Anfang Februar waren dann die Zwiebeln für die Auspflanzung in der Galerie am Palmengarten bereit.

Palmengarten-Direktorin Katja Heubach beantwortete, nachdem sie den Einfluss des Frühlings auf den Menschen darlegte, auch die Frage, was eigentlich mit den vielen Blüten aus der Frühlingsblumenschau einmal geschehe. „Vier Grundschulkinder-Klassen legen sie am 25. Februar in der Galerie aus und machen aus ihnen bunte Blütenbilder-Kunstwerke zum Thema Schmetterlinge.

Nunmehr blühen hier die 50 000 Blumenzwiebeln in den  Blütenfarben meist gelb, weiß und blau und unterschiedlichen Blütenformen und -düften. Auch außergewöhnliche Blumengestecke und originelle Einmachgläser gefüllt mit Blumenerde, die an einem jungen Baum hängen, sind auf der „Frühlings“-Ausstellung zu sehen. Und wer Glück hat, kann auch zwei seltene Tulpensorten entdecken, wie die „Salomon impression“ oder die gefüllte frühe  Tulpe „Queen of Marvel“.