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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Die Meisterpflicht kehrt zurück

Fachausschuss Wirtschaft der CDU: Ein großer Erfolg

von Norbert Dörholt

(11.09.2019) Der Vorsitzende des Fachausschusses Wirtschaft der Frankfurter CDU, Christoph Fay, hat den Kompromiss in der großen Koalition, die Meisterpflicht für zwölf Gewerke wiedereinzuführen, begrüßt.

Der Vorschlag beinhaltet die Wiedereinführung der Meisterpflicht in folgenden zwölf Gewerken: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter, Orgel- und Harmoniumbauer. Damit hat die große Koalition die von der Schröder/Fischer Regierung 2004 beschlossene Abschaffung der Meisterpflicht teilweise wieder rückgängig gemacht. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht ist eine zentrale Forderung der MIT Deutschland und MIT Hessens.

Christoph Fay dazu: „Der Meisterbrief ist ein Qualitätsmerkmal des Handwerks in Hessen. Er garantiert höchste Qualität der Arbeit und der beruflichen Ausbildung unserer Betriebe. Deshalb ist es so wichtig, dass die Koalition den Meisterbrief erhalten will und stärken wird.“

Die Mittelstandsvereinigung Hessen, dessen stellvertretende Landesvorsitzender Christoph Fay ist, fordert von der Großen Koalition eine weitere Stärkung des dualen Ausbildungssystems. Sie schlägt einen Meisterbonus vor, mit dem bei bestandener Meisterprüfung angefallene Gebühren ganz oder teilweise erstattet werden. Ein Meisterbonus oder auch eine Gleichstellung des Meistertitels mit dem Bachelor würde helfen, dem Trend zur Akademisierung entgegenzuwirken und die Attraktivität der Ausbildungsberufe dauerhaft zu verbessern.