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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Die längste Küste Europas

von Ilse Romahn

(02.07.2019) Dieser Sommer überrascht wieder mit Temperaturen über 30 Grad und unsere Sehnsucht nach einer Abkühlung wird immer größer. Mit insgesamt 44 Stränden am Atlantischen Ozean und dem längsten Sandstrand Europas, bietet die Region Alentejo die besten Voraussetzungen hierzu.

Bildergalerie
Cabo Sardão
Foto: VisitAlentejo/ Gustav Wittich
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Samorqueira Praia
Foto: VisitAlentejo
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Dünenlandschaften mit endlosen weißen Sandstränden und makelloses blaues Wasser umgeben von Naturparks laden zu Wanderungen, Radtouren, Surfing und Ausritten ein.

Die Küste Alentejos beginnt im Norden, in der ehemaligen römischen Siedlung Tróia. Durch die spezielle Lage der Halbinsel ist das Meer sehr viel ruhiger als an anderen Stellen der portugiesischen Westküste und macht sie zu einem beliebten Ort für Windsurfer. Tróia ist umgeben von Natur: Die Westseite gibt einen Ausblick auf den Parque Natural da Arrábida, einem Küstennaturpark mit Kreidefelsen, Bergen und Fledermaushöhlen. Die Ostseite blickt hingegen auf das Naturreservat Estuário do Sado, einem Schutzgebiet, dass eine große Vogelvielfalt beheimatet.

Weiter im Süden auf der Costa da Gále, der längsten Küste Europas, der liegt die Stadt Comporta. Die Gegend ist für ihre Reisfelder bekannt und beherbergt atemberaubend ruhige und einsame Strände, wo es schon den einen oder anderen Künstler hin verschlagen hat. Surfing-Begeisterte haben hier das ganze Jahr über exzellente Wellen. Bei Surf in Comporta können sich Anfänger Surfing Kurse buchen, Fortgeschrittene ein eigenes Board. Für entspanntere Board-Liebhaber empfiehlt sich ein Stand Up Paddling auf dem Fluss.

Wer eher das Landesinnere vorzieht und gerne wandert, findet in der Gegend von Grândola, Santiago do Cacem und in den Naturreservaten Lagoas de Santo André e da Sancha zahlreiche Wanderrouten. In den Naturreservaten kann man eine einmalige Lagunenlandschaft erkunden und zusätzlich viele Wander- und Zugvögel beobachten.

Die Route and der Küste führt weiter nach Sines, der Geburtsstadt des Entdeckers Vasco Da Gama. Die Hafenstadt überzeugt vor allem mit seinem mittelalterlichen Flair und seiner kulinarischen Vielfalt an Fisch und Meeresfrüchten. Besonders für Fischliebhaber ist hier das Restaurant Arte&Sal zu empfehlen.

Südlich von Sines beginnt der Parque Natural do Sudoeste e Costa Vicentina. Die Landschaft hier verändert sich abrupt von ruhigen, flachen Stränden zu Steilküsten, deren Schiefergestein bizarr von Meer und Wind geformt wurde. Kleine verborgene Strände tauchen zwischen dem Gestein auf und verschwinden wieder. Dadurch bietet die Region eine Grundlage für das Leben von Algen, Fischen, Reptilien, Vögeln und kleinen Säugetieren. Wanderliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten: Im Park verläuft die Rota Vicentina, ein Netz von Wanderwegen mit insgesamt 450 km Länge. Die Routen sind vollständig markiert und können selbständig und sicher zurückgelegt werden.

Wem es doch mehr ins Süßwasser verschlägt, der kann mit dem Kanu oder einem Motorboot auf dem Rio Mira, von Odemira bis zur Atlantikküste nach Vila Nova de Milfontes entlangfahren. Für den darauffolgenden Hunger, bietet das Restaurant Tasca do Celo in Vila Nova de Milfontes ein authentisch alentejisches Dinner mit Panoramablick auf das Meer.

Südlich von Vila Nova de Milfontes liegt Zambujeira do Mar. Diese Stadt bietet nicht nur die besten Voraussetzungen für Surfer, sondern ist auch der Austragsort für das bekannte MEO Sudoeste Festival. Das ist nicht nur bekannt für sein internationales Line-Up, sondern ebenso für seine atemberaubende Lage am Strand.

Weitere Informationen über mehr Möglichkeiten an der alentejischen Küste erfährt man unter: https://www.visitalentejo.pt/de/