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Letzte Aktualisierung: 21.07.2017

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Die einzige Demokratie im Nahen Osten

Mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ins Heilige Land

von: Norbert Dörholt

(19.05.2017)  Sieben Tage lang nach Jerusalem, Tel Aviv und Haifa, u.a. mit einem Besuch der Knesset und von Stätten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, reist die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Frankfurt von Montag, 23. Oktober, bis Sonntag, 29.Oktober, im Herbst diesen Jahres. Das Schöne daran: Nicht nur Mitglieder der DIG können mitfahren, sondern jeder Interessierte. Der Reisepreis liegt, je nach Teilnehmerzahl und Sonderleistungen, um die 1.600 Euro. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Es waren zwei große alte Männer der Politik, die eine Annäherung des jungen Staates Israel an das Nachkriegsdeutschland erreichten: David Ben Gurion und Konrad Adenauer legten den Grundstein des Dialogs gegen Widerstand in beiden Ländern. Die Bilder der altersmilden Herren im Waldorf Astoria in New York oder im Wüstenort Sde Boker stehen für eine politische Historie, deren Bogen sich von Reparationszahlungen bis zur Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel 2008 vor der Knesset und darüber hinaus spannt. „Staatsraison“ und „einzigartige Beziehungen“ sind ein bilaterales Geschehen, wie es intensiver nicht sein könnte. Ihren vorläufigen Höhepunkt fand die Zwischenstaatlichkeit im Jahr 2015, in dem Deutschland und Israel das 50. Jahr ihrer diplomatischen Beziehungen feiern konnten.

An mehr als 80 Standorten setzen die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sich ein für das Verständnis zwischen Christen und Juden, den Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus, sowie für ein friedliches Zusammenleben der Völker und Religionen. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft mit ihren 5.000 Mitgliedern verfolgt ihre Ziele mit einem ähnlichen Fokus. Und, allen Widrigkeiten zum Trotz, ist die bilaterale Geschichte ein Erfolg – die weit mehr als 100 kommunalen Partnerschaften sind nur ein Indikator. Die Reise soll einen Einblick geben in eine der lebendigsten Demokratien der Welt.

Reiseprogramm
1. Tag, Montag, 23. Oktober 2017
Anreise: Nach individueller Anreise zum Flughafen Frankfurt Start nach Israel. Linienflug mit EL AL nach Tel Aviv und Empfang durch die Reiseleitung, die die Gruppe die gesamte Reise über begleitet. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Tel Aviv.

2. Tag, Dienstag, 24. Oktober
Tel Aviv: Nach reichhaltigem Frühstück im Hotel (wie jeden Morgen auf der Reise) Stadtbesichtigung in Tel Aviv. Dann Besuch der Auslandshandelskammer Israel-Deutschland. Hier erfährt man Interessantes über die deutsch-israelische Wirtschaftsbeziehung durch Grisha Alroi-Arloser, Geschäftsführer der AHK Israel und zugleich Vorsitzender der Israelisch-
Deutschen Gesellschaft. Im Bauhausviertel Besichtigung einiger der in den 30-er Jahren im Bauhaus-Stil errichteten Häuser, die heute als „Weiße Stadt“ zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Es ist das weltweit größte Architekturensemble von Bauten der Moderne und von großer Architektur-geschichtlicher und historischer Bedeutung. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Tel Aviv.

3. Tag, Mittwoch, 25. Oktober
Tel Aviv: Der Tag beginnt mit einem Bummel auf der Levinsky Street in Tel Aviv, wo man die besten Gewürze, Kräuter und Trockenfrüchte in ganz Israel bekommt. Daraufhin Besuch der deutschen Botschaft. Der Rest des Tages steht frei zur Verfügung. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Tel Aviv. Danach steht ein Drink mit aus Deutschland immigrierten Juden und ein Gespräch mit ihnen über die Alija und Integration auf dem Programm.

4. Tag, Donnerstag, 26. Oktober
Jerusalemer Neustadt: Fahrt nach Jerusalem und Besuch des Herzens der israelischen Demokratie, der Knesset, Sitz des Parlamentes, sowie dem Obersten Gerichtshof – Institutionen, die in einem Land ohne Grundgesetz das demokratische Zusammenleben gestalten. Yad Vashem, Israels zentrale Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum, ist ein bewegendes Highlight an diesem Tag: Dies ist das weltweit wichtigste Informationszentrum; dort wird der sechs Millionen ermordeten Juden gedacht. Die Gedenkstätte wurde 1953 mit der Intention gegründet, den Opfern gebührend zu gedenken und die Geschichte des Holocaust zu dokumentieren. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Jerusalem.

5. Tag, Freitag, 27. Oktober
Jerusalemer Altstadt: Nirgendwo begegnen sich die drei monotheistischen Weltreligionen so nah wie in Jerusalem. Für die Juden baute König Salomon hier den Großen Tempel, für die Christen ist die Stadt aufs Engste mit dem Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu verbunden, für Muslime gehören Felsendom und Al-Aqsa-Moschee zu ihren heiligen Stätten. Diese Orte religiöser Verehrung, an denen sich jedes Jahr Hunderttausende von Pilgern aus aller Welt einfinden, liegen dicht beieinander in der Altstadt. Gang durch die hauptsächlich im arabischen Viertel gelegene Via Dolorosa, bestehend aus 14 Stationen, endend in der Grabeskirche. Dann geht es weiter zur Klagemauer, der Westmauer des ehemaligen Tempels. Sie ist ein Ort des Gebets und stellt für viele Juden aus aller Welt ein Symbol des ewigen Bundes mit seinem Volk dar. Dann geht es zur Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion. Markant ragen der Glockenturm und die bleigedeckte Kuppel empor und prägen die Jerusalemer Altstadt. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Jerusalem.

6. Tag, Samstag, 28.Oktober
Haifa und Atlit: Fahrt nach Haifa, der schönen Stadt am Mittelmeer. Sie ist der wichtigste Industriestandort Israels, in dem sich auch der Haupthafen des Landes befindet. Das Highlight der Stadt ist aber definitiv das Bahai-Weltzentrum mit den Hängenden Gärten, seit 2008 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die prächtigen Gärten beherbergen einen der wichtigsten Orte der Bahai-Religion, befindet sich doch hier der Schrein des Bab, in dem der Begründer dieser Religion begraben ist. Mittagessen in einem Drusendorf. Danach geht es nach Atlit. Dort Besuch des weitläufigen Museums mit Baracken des Internierungslagers und dem Nachbau eines Auswanderschiffes. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Tel Aviv.

7. Tag, Sonntag, 29. Oktober
Heimreise: Hier endet die Reise mit dem Transfer zum Flughafen in Tel Aviv und dem Rückflug mit EL AL nach Frankfurt.

Es gelten die Reisebedingungen von „Tour mit Schanz“, siehe: www.tour-mit-schanz.de/AGB. Dort muss man sich auch anmelden und erfährt alle näheren Details. Wichtig ist vor allem: Der Reisepass muss nach Ende der Reise noch sechs Monate gültig sein.