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Letzte Aktualisierung: 22.02.2019

Die Drogenszene im Bahnhofsviertel: Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

von Ilse Romahn

(05.02.2019) Am Montag, 11. Februar, nimmt Bernd Werse, Diplomsoziologie und Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim „Centre for Drug Research“, in seinem Vortrag „Druck machen, Stein rauchen“ die Drogenszene im Frankfurter Bahnhofsviertel in den Fokus. Werse setzt damit das Begleitprogramm zur Ausstellung „Banker, Bordelle und Bohème: Stationen der Geschichte des Bahnhofsviertels“ fort, die das Institut für Stadtgeschichte bis 7. April im Karmeliterkloster zeigt.

Das Bahnhofsviertel ist seit mehreren Jahrzehnten auch die Heimat der „harten“ Drogenszene. Ursprünglich aus den Ausläufern der „Haschwiese“ im Anlagenring hervorgegangen, dominierte in den letzten beiden Dekaden neben Heroin vor allem das rauchbare Kokainderivat Crack die Szenerie. Gleichzeitig haben sich umfassende niedrigschwellige Hilfsangebote für die sich zumeist in prekären Lebensverhältnissen befindenden Konsumenten etabliert.

Werse erläutert die vergangenen Entwicklungen und die aktuellen Herausforderungen, auch mit Blick auf die Gentrifizierung im Viertel. Seit 2002 führt sein Forschungsbüro „Centre for Drug Research“ an der Goethe-Universität, gefördert von der Stadt Frankfurt, regelmäßige Befragungen direkt in der Szene durch und interviewt darüber hinaus professionell Beteiligte wie Sozialarbeiterinnen und Ordnungskräfte.

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Aktuelle Informationen unter http://www.stadtgeschichte-frankfurt.de (ffm)