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Letzte Aktualisierung: 13.11.2018

Deutsche Nationalbibliothek lädt zu besonderen Veranstaltungen ein

von Ilse Romahn

(12.07.2018) Die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt (Adickesallee 1) bietet Führungen zu herausragenden Veranstaltungen an.

Mittwoch, 1. August 2018, 15:00 Uhr

Mittwochsführung – Ein Blick hinter die Kulissen der Deutschen Nationalbibliothek

Eintritt: EUR 8,00 / ermäßigt EUR 6,00

Treffpunkt: Eingangsbereich (Rotunde), ohne Voranmeldung In Kooperation mit der Kulturothek Frankfurt (www.kulturothek-frankfurt.de)

Bei den monatlich stattfindenden Führungen in Kooperation mit der Kulturothek Frankfurt haben Sie die Möglichkeit, das Gebäude und die Bibliothek mit ihren Aufgaben näher kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen und in die Magazine zu werfen. Erleben Sie das helle Gebäude mit angenehmer Arbeitsatmosphäre, die unterirdischen Magazine, die Platz für 18 Millionen Medien bieten, und die "Kunst am Bau" renommierter Künstlerinnen und Künstler. 

Donnerstag, 2. August 2018, 18:30 Uhr

Exil. Erfahrung und Zeugnis

Führung durch die Dauerausstellung. Eintritt frei, ohne Voranmeldung

Entdecken Sie die neue Dauerausstellung "Exil. Erfahrung und Zeugnis" des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 bei einer unserer Führungen.

Was bedeutet es, ins Exil gehen zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil? Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte zeigt das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 eine Dauerausstellung, die sich mit diesen Fragen beschäftigt. Die Ausstellung präsentiert ausschließlich Zeugnisse aus dem Deutschen Exilarchiv. Mehr als 250 Originale aus Nachlässen und über 300 Publikationen ermöglichen einen multiperspektivischen Blick auf das Exil 1933 bis 1945. Und sie zeigen zugleich: Die Erfahrungen dieses historischen Exils sind vielfältig und individuell. Es sind Erfahrungen von Bruch und Verlust, von Neuanfang und Zugewinn. 

Donnerstag, 16. August 2018, 19:00 Uhr

Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 Ausstellungseröffnung mit Dr. Uwe Kaumann, Kurator der Ausstellung Eintritt frei. Anmeldung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt

Die Ausstellung präsentiert die Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus Mann. Gezeigt werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller: Heinrich Mann (1871–1950), Autor der Romane »Professor Unrat« und »Der Untertan«, der in den Jahren der Weimarer Republik zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland wurde; und Klaus Mann (1906–1949), der seinen Weg als literarisches Enfant terrible in den Zwanzigerjahren begann.

Im Frühjahr 1933, nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, mussten beide ins Exil gehen. Dort gehörten sie zu den wichtigsten Repräsentanten der Hitler-Gegner, zunächst im europäischen Exil, später in den USA. Eine dauerhafte Rückkehr nach Europa in den Jahren nach 1945 gelang aber weder Klaus noch Heinrich Mann. Dokumentiert werden die Lebenswege von Klaus und Heinrich Mann, die innerhalb der Familie stets für das Unbürgerliche, das Bohèmeleben standen. Die Ausstellung thematisiert auch die spannungsreiche, komplizierte Beziehung beider zu Thomas Mann, dem Bruder beziehungsweise dem Vater. Und sie spiegelt mit der Familiengeschichte der Manns zugleich ein zentrales Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte.

Ausstellungsdauer: 17. August – 15. Dezember 2018

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–21:30 Uhr, Samstag 10–17:30 Uhr. An Sonn- und Feiertagen geschlossen. Eintritt frei. 

Donnerstag, 23. August 2018, 19:00 Uhr

BIBLIOTHEK – KULTUR – POLITIK: Die Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990 Die Autoren Sören Flachowsky und Christian Rau im Gespräch mit Wolfgang Niess Eintritt frei, Anmeldung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt

Erstmals liegt eine umfassende Darstellung der Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990 vor: "Zeughaus für die Schwerter des Geistes" und "Nationalbibliothek im geteilten Land" heißen die im Wallstein Verlag erschienenen Bände. Dabei beleuchten die Autoren die Wechselwirkungen zu Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, den Benutzerinnen und Benutzern sowie die Beziehungen zur Deutschen Bibliothek, die 1946 in Frankfurt am Main gegründet wurde. 1990 wurden Deutsche Bücherei und Deutsche Bibliothek zur heutigen Deutschen Nationalbibliothek zusammengeführt.

Über ihre Recherchen und Ergebnisse sprechen Dr. Sören Flachowsky vom Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und Dr. Christian Rau vom Institut für Zeitgeschichte in Berlin mit Dr. Wolfgang Niess.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. 

 

Verkehrsanbindung: U5 und Buslinie 32 bis Haltestelle "Deutsche Nationalbibliothek", Parkmöglichkeit in der Tiefgarage