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Letzte Aktualisierung: 19.07.2019

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Der Ast, auf dem wir sitzen: Internationaler Tag des Waldes

von Ilse Romahn

(22.03.2019) Rund ein Drittel der Erde ist mit Wald bedeckt, doch laut den Vereinten Nationen und der Umweltschutzorganisation WWF nehmen die Waldflächen weltweit stetig ab. Wälder werden für die Landwirtschaft, die Viehzucht und den Holzhandel gerodet oder leiden unter invasiven fremden Tierarten.

Albtal Bad Herrenalb
Foto: Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald
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Dieser Flächenverlust hat schwerwiegende Folgen, denn die Ökosysteme sind für Menschen, Tiere und Pflanzen lebensnotwendig und beherbergen weltweit die größte biologische Vielfalt an Land. Mit dem Ziel ein Bewusstsein für die Bedeutung der Wälder zu schaffen, findet daher seit 2013 jedes Jahr am 21. März der Internationale Tag des Waldes statt. Wälder schützen vor Naturkatastrophen, indem sie das Risiko von Fluten, Dürren und Erdrutschen reduzieren. Sie dienen der Naherholung und Gesundheit der Menschen, dem Klima, befestigen Landschaften mit ihrem Wurzelwerk und sichern Jobs sowie ein Gleichgewicht von Sauerstoff, CO2 und Feuchtigkeit in der Luft. Umso wichtiger ist daher, dass sich einige Personen und Institutionen mit Weitsicht für den Erhalt und die Wiederaufforstung der Wälder einsetzen. 

Browsen fürs Klima
Die grüne Suchmaschine Ecosia hat bereits 2009 die politische und soziale Bedeutung von Bäumen erkannt und ein einzigartiges Business entwickelt: Durch Suchanfragen generierte Einnahmen fließen direkt in die Aufforstung in Gegenden, die besonders von der Abholzung betroffen sind. Mindestens 80 % der Gewinne finanzieren Bäume in Ländern wie bspw. Burkina Faso, Madagaskar, Indonesien, Nicaragua, Äthiopien oder Tansania. Die Aufforstung wirkt nicht nur dem Klimawandel entgegen, sondern schafft neue Landschaften und belebt die Böden. Auf diese Weise entstehen Flächen für Landwirtschaft, neue Jobs sowie Lebensräume für Tiere.

Baden zwischen Baumwipfeln
Beim Bau des Tongsai Bay auf Koh Samui war für den Gründer Akorn Hoontrakul vom ersten Moment an klar, dass kein einziger Baum für den Bau gefällt werden durfte. Die natürliche Schönheit der tropischen Insel sollte für künftige Generationen erhalten bleiben. Das Eco-Resort liegt „eingebettet in die unberührte Natur, in der noch nie ein Baum gefällt wurde. Auf Insektengifte oder Düngemittel wird in dieser Anlage bewusst verzichtet. Ein paradiesischer Ort, an dem sich Menschen und Tiere gleichermaßen wohlfühlen“, betont sein Sohn und der heutige Inhaber Thanakorn Hoontrakul. Die örtliche Topographie wurde während der Bauphase berücksichtigt, was zu einer einzigartigen Architektur führte: So wurden beispielsweise in einigen Cottages Felsblöcke in den Innenbereich integriert und einige der Villen-Balkone um Bäume herum konstruiert. Auf einem benachbarten Grundstück pflanzte das engagierte Hotel-Team zudem weitere 130 Bäume, um den unverwechselbaren Charme der Insel weiter zu entfalten und natürlichen Lebensraum für wilde Tiere zu schaffen.

Mit Ausblick ein Bewusstsein schaffen
In den Baumkronen des peruanischen Amazonas-Regenwaldes bekommen Besucher im wahrsten Sinne des Wortes einen anderen Blickwinkel auf den Wald: auf rund 30 Metern über dem Boden zieht sich der Canopy Walkway des Inkaterra Reserva Amazónica durch das Geäst der majestätischen tropischen Hölzer. Während der einzigartigen Exkursion wird die Vielfalt des Regenwaldes deutlich und schafft so ein Bewusstsein für dieses wichtige Ökosystem. Immerhin bedeckt der Amazonas-Regenwald sechs Prozent der gesamten Erdoberfläche, ganze 61 Prozent von Peru, beheimatet zehn Prozent der weltweiten biologischen Vielfalt und ist weltweit für den Klimaschutz bedeutend. Mit etwas Glück entdecken Reisende hier im dichten Geäst verschiedene Vögel, Affen, Schlangen, Insekten und Blumenarten, darunter Tukane, Spechte, Anakondas, Ameisen und Orchideen.

Japanische Gesundheitskultur im Schwarzwald
Neben dem Stellenwert für die Umwelt und das Klima, fördern Wälder darüber hinaus unser Wohlbefinden und unsere psychische Belastbarkeit. Shinrin Yoku, besser bekannt als Waldbaden, stammt aus Japan und stärkt nachweislich die Immunabwehr, senkt Stresshormone, steigert die Vitalität und wirkt Depressionen, Angstzuständen und Wut entgegen. Auch hierzulande wird Waldbaden aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung immer öfter angeboten. Die Kraft des Waldes nutzt daher auch das nachhaltige Reiseziel Bad Herrenalb und bietet seinen Besuchern Waldbaden entlang des Albtalwegs an. Rund 3,5 Stunden können Teilnehmer hier die heilende Atmosphäre des Schwarzwaldes auf sich einwirken lassen und gestärkt in den Alltag zurückkehren.

Back to the roots
Statt Waldbaden finden die Gäste vom Naturhotel Wild Mahseer in Indien Ruhe beim Jungle-Baden und können im Urwald des Eastern Himalayan Botanic Arc neue Kraft schöpfen. In dem großzügigen, überwiegend naturbelassenen Areal können die Besucher die Bäume zudem hautnah erleben: Besonders nah kommen sie den Wäldern beim „Baum-Umarmen“: der sanfte „Puls“ der Bäume wirkt beruhigend auf Menschen und fördert somit die Gesundheit ganz ähnlich wie Waldbaden.

Weitere Informationen zu Green Pearls unter www.greenpearls.com