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Letzte Aktualisierung: 18.12.2018

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Das Urban Art Archiv TRANSURBAN macht Station in Frankfurt

Interdisziplinäres Programm wirbt für kulturelle Vielfalt im Stadtraum

von Ilse Romahn

(10.08.2018) TRANSURBAN ist ein internationales Kunstprojekt an der Schnittstelle von Urban Art und partizipativer Stadtraumforschung. Von Samstag, 11., bis Mittwoch, 29. August, ist das vom Kölner Kunstverein artrmx initiierte Projekt mit seinem Archivcontainer und einem Begleitprogramm zu Gast im Kunstverein Familie Montez. Auf dem Programm stehen Workshops, Stadtführungen, Kunstaktionen und Musik-Happenings im öffentlichen Raum.

Graffiti an der Naxoshalle
Foto: Wolfgang Günzel
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Im Zentrum des zweiwöchigen Programms steht das Urban Art Archiv, das in Form eines ausgebauten Containers im öffentlichen Raum platziert wird. Was 2017 in sechs Städten der Metropolregionen Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet seinen Anfang nahm, geht nun auf eine überregionale Forschungsreise. Das Ziel: an weiteren Standorten urbane Kunst zu dokumentieren und zu sammeln, um die Diskurse zu Urban Art voranzutreiben. Eine digitale Übersichtskarte auf der Website des Archivs markiert seinen aktuellen Standort und liefert weitere Infos zu den einzelnen Werken. Das Projekt ist interaktiv: Sowohl online als auch vor Ort können Beiträge eingespeist werden.

Längst sind Street Art und Graffiti als zentrale Strömungen der Urban Art prägende Konstanten im Erscheinungsbild unserer Städte. „Insbesondere Graffitis sind in den letzten zehn Jahren zu einer der am meisten beachteten Formen öffentlicher Kunst geworden. Als ein Zweig der Street Art sind sie nicht nur ein wichtiger Teil der Gegenwartskunst, sondern auch Bereicherung und Inspiration“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

In der Kunstwissenschaft, im institutionellen Kulturbetrieb sowie in der Kulturpolitik ist die Street Art trotzdem meist nur eine Randerscheinung. Dass sich diese noch relativ junge Kunstströmung schwer tut mit den Institutionen mag auch an ihrem subversiven Charakter liegen sowie an der verhaltenen Vermittlungsarbeit und den losen Strukturen innerhalb der Szene selbst. Das TRANSURBAN – Urban Art Archiv verspricht, Brücken zu schlagen und präsentiert innovative Ansätze für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Kunstgenre sowie dem eigenen Stadtraum. Von Frankfurt aus zieht TRANSURBAN dann weiter nach Antwerpen und Amsterdam.

Die Eröffnung findet am Samstag, 11. August, um 16 Uhr im Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, statt. Es begrüßen: Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Vereins Tourismus NRW, Jessica Beebone, Leitung Kunst im öffentlichen Raum, Kulturamt Stadt Frankfurt, Georg Barringhaus, Projektkoordination TRANSURBAN, Verein artrmx.

Alle Termine und weitere Informationen finden sich im Kulturportal der Stadt Frankfurt unter https://bit.ly/2Oo85w5 und unter http://www.trans-urban.de . Das Urban Art Archiv ist unter http://archiv.trans-urban.de/ zu finden.