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Letzte Aktualisierung: 17.06.2019

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Das Museum Angewandte Kunst eröffnet ‚Contemporary Muslim Fashions‘

von Ilse Romahn

(05.04.2019) Das Museum Angewandte Kunst hat am Mittwoch, 3. April, die Ausstellung Contemporary Muslim Fashions den Medien vorgestellt. Sie läuft vom 5. April bis 1. September und wird am Donnerstag, 4. April, feierlich eröffnet.

Rasit Bagzibagli für Modanisia Dessert Dream Collection
Foto: Stadt Frankfurt / MAK / Modanise
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Von Haute Couture über Streetwear bis zu Sportbekleidung: Der Markt für muslimische Mode wächst weltweit rasant. Contemporary Muslim Fashions ist die erste große Ausstellung, die sich mit dem Phänomen zeitgenössischer muslimischer Mode auseinandersetzt. Nachdem die Schau in den Fine Arts Museums of San Francisco für Furore sorgte, wird sie in Frankfurt als erste Station in Europa gezeigt. Die Ausstellung präsentiert eine Momentaufnahme aktueller muslimischer Kleidungsstile aus aller Welt, mit einem Schwerpunkt auf dem Nahen Osten und Südostasien sowie Europa und den USA.

Dabei reflektiert sie, wie Kleidung dem Ausdruck der vielen Facetten individueller, religiöser und kultureller Identität dient – und wie sie Identität prägt. Neben rund 80 Ensembles von etablierten und aufstrebenden Designern aus den Bereichen Luxus-Mode, Streetwear, Sportswear und Couture umfasst Contemporary Muslim Fashions zahlreiche Kunst-, Dokumentar- und Mode-Fotografien, die die ausgestellten Kleidungsstücke kontextualisieren.

Die Ausstellung präsentiert außerdem Material aus den Sozialen Medien, da die Modest Fashion Bewegung durch eine junge und dynamische Community von Bloggern und Influencern getragen wird. Sie greifen zu den Social-Media-Tools, weil sie sich in den traditionellen Printmedien nur wenig und nicht adäquat vertreten fühlten.

Contemporary Muslim Fashions wird von den Fine Arts Museums of San Francisco in Zusammenarbeit mit dem Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, organisiert. Kuratiert wurde sie von Jill D’Alessandro, Kuratorin für Kostüme und Textilkunst, und Laura L. Camerlengo, stellvertretende Kuratorin für Kostüme und Textilkunst an den Fine Arts Museums of San Francisco. Sie wurden beraten von Reina Lewis, Professorin für Cultural Studies am London College of Fashion, University of the Arts, London. In Frankfurt wird die Ausstellung von Mahret Ifeoma Kupka und Matthias Wagner K koordiniert. (ffm)

www.museumangewandtekunst.de