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Letzte Aktualisierung: 21.03.2019

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Darf man Über Religion spotten?

Themenabend am 26. Februar im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

von Ilse Romahn

(14.02.2019) Der Prophet Mohammed, Jesus oder der Papst – Künstlern und Satirikern ist nichts heilig. Allerdings ist der Humor der Religionsgemeinschaften in dieser Hinsicht begrenzt.

So forderte die katholische Pius-Bruderschaft ihre Anhänger auf, Anzeige zu erstatten, als die Komikerin Carolin Kebekus 2013 in ihrem Video „Dunk den Herrn!“ als anzügliche Nonne auftrat. Der WDR zog den Clip noch vor der ersten offiziellen Ausstrahlung zurück. Religionskritische Theaterstücke verschwinden von den Spielplänen. Radikale Islamisten haben es mit Todesdrohungen und Mordanschlägen weitgehend erreicht, dass heute nicht mehr über den Islam gespottet wird. Rechtlich macht sich in Deutschland derjenige strafbar, der Religionen beschimpft und damit den „öffentlichen Frieden“ stört, so der Paragraph 166 des Strafgesetzbuchs. Den einen genügt der Paragraph nicht, den anderen geht er zu weit. Es geht also wieder einmal um das Verhältnis von Demokratie und Religion. Sollten Kunst und Karikatur Rücksicht auf religiöse Gefühle nehmen?

Darüber diskutieren der Philosoph und Schriftsteller Dr. Michael Schmidt-Salomon, die Juristin Dr. Nahed Samour und der Stadtdekan von Frankfurt am Main, Dr. Johannes zu Eltz. Moderiert wird die Diskussion von F.A.Z.-Herausgeber Werner D’Inka am 26. Februar, 19 Uhr, im Vortagssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, Frankfurt. Eintritt frei.

Der Themenabend wurde in Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Gesellschaft entwickelt und findet im Rahmen der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft, "Zukunft entdecken", statt.   

Kuratorium Kulturelles Frankfurt e.V.  (Polytechnische Gesellschaft)  www.kulturellesfrankfurt.de