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Letzte Aktualisierung: 13.12.2019

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Cremige Pilzsuppe und Pasta Anellini

Mirko Reeh mit neuem Rezeptbuch

von Karl-Heinz Stier

(05.03.2019) Es ist das dritte Buch aus seiner Serie „Kulinarische Reise mit Mirko Reeh in die USA“. Nach Illinois und Louisiana ist nun Philadelphia an der Reihe. „Es ist die Stadt der brüderlichen Liebe und der schwesterlichen Zuneigung“ – wie der Fernseh- und Promikoch die zweitgrößte Stadt der US-Ostküste beschreibt, die zudem seit 2015 auch Partnerstadt von Frankfurt ist und im inneren Bereich mit 750 000 Einwohnern genauso viele Bürger zählt wie die Mainmetropole zusammen.

Bildergalerie
Die bisherigen US-Kochbücher von Mirko Reeh
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die Cremige Pilzsuppe mit Rheingauer Riesling vom Weinbauer Flick
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die Pasta Anellini
Foto: Karl-Heinz Stier
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„Philadelphia ist Liebe und die geht bekanntlich durch den Magen“, meint der Offenbacher Reeh, der für seine Rezepte viele Teile der Welt bereist und in der Wiesenstraße im Frankfurter Stadtteil Bornheim eine Kochschule unterhält.

Er war nur wenige Tage in der amerikanischen Stadt und hat von seinen Kollegen und Kolleginnen aus den beliebten Restaurantküchen der amerikanischen Gourmetmetropole 41 ungewöhnliche und klassische Gerichte mitgebracht, die eine Besonderheit in die heimische Küche bringen. Dazu gehören das Philly Cheesesteak, ein frisches, weiches ja schon matschiges Brötchen, 30 Zentimeter lang, gefüllt mit geschmolzenem Käse und zarten Rindfleischstücken,  Hoagies, das offizielle Sandwich von Philadelphia, gefüllt mit Salat, Tomaten, Zwiebeln, Paprika Oregano, Öldressing, Käse, Salami Mortadella und Capi Colen (eine Art Rinderschinken aus dem Schweinenacken) und eine Erdbeer-Tarte nach kolonialem Rezept vom Chef der ältesten Taverne der Stadt.

Flankiert werden die Klassiker von den außergewöhnlichen Kreationen der Meister und Meisterinnen am Herd, die Mirko Reeh ihre Rezepte verrieten, wie jenes für gebackene Austern mit Wildkräuter- und Hühnchensalat aus den Longwood Gardens oder geschmortes Hühnchen mit Spinat und einer dunklen Curryjus.

Es wäre nicht Mirko Reeh, wenn er nicht seine eigenen Vorlieben der  Gerichte in der Pressekonferenz, an der auch die Frankfurter US-Generalkonsulin Patricia Lacina teilnahm, präsentierte. So die cremige Pilzsuppe (Mushroom Soup) aus dem Familienrestaurant Le Virtu von 1906. Die Zutaten: drei verschiedene Pilzsorten, Zwiebeln, Gemüsefond, Sherry Thymian und ein Bund Schnittlauch. Oder die Pasta Anellini (Nudelringe), anstelle von Speck hat er getrocknete Tomaten genommen.

Alle Rezepte sind auch „ohne Stern am Revers“ (so Reeh) nach zu kochen. Man arbeite in Philadelphia meist mit regionalen Produkten und wandele sie in moderne Rezepte um, „so wie ich es auch tue, typisch zubereitet, neu arrangiert und kombiniert auf meine Art“, betonte der quirlige Küchenmeister.

Flankiert werden die im Eigenverlag herausgegebenen Rezepte von Mirko Reeh und Barbara Stromberg auf reichlich bebilderten 160 Buchseiten mit Hintergründen über die Ostküstenstadt, ihre Geschichte und ihre Visionen. Als nächstes US-Projekt hat Reeh Dallas in seinem gedanklichen US-Sammelsurium.