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Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

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Courchevel – gell!

von Helmut Poppe

(11.02.2019) Skifahren in Frankreich war schon immer etwas Besonderes. Zu Zeiten des alten Währungsmittels „Franc“ kamen die Deutschen in die französischen Skidestinationen schon alleine wegen der relativ hohen Kaufkraft der deutschen Mark seinerzeit. Es gibt weiterhin viele Gründe, sich für einen Skiurlaub in Frankreichs Alpen zu entscheiden.

Bildergalerie
Dali in Courchevel
Foto: Office de tourisme Courchevel
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Freeride
Foto: up-free
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Sonne und Ski in Courchevel
Foto: frankfurtlive, Helmut Poppe
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Ein Grund hierfür lautet hohe Diversität der „domaines skiables“. Die Anzahl der Pisten, deren Längen, Höhenunterschiede und Schwierigkeitsgrade in atemberaubenden Landschaften sind weiterhin hohe Attraktivitätspunkte. Hier liegen Frankreichs Skiorte an der Spitze in Europa.

Ein Preisvergleich zwischen Winterorten in Frankreich, der Schweiz und in Italien zeigt, dass bei Unterbringung, Skipässen und bei den Kosten für die Anfahrt keine sonderlichen Unterschiede bestehen. Es sei aber nicht verschwiegen, dass einige Destinationen in Österreich und in Italien dennoch gerade Familien Vorteile fürs Reisebudget bieten. Nach wie vor aber gilt, wer richtig viel und sportlich Skilaufen will, dem seien Frankreich und die Region Tarentaise empfohlen.

Denjenigen, die es dann auch noch ein wenig „huppé“ – französisch für nobel – mögen, bietet sich Courchevel an, dies ist eine der zahlreichen Skisportstationen im Département Savoie in den französischen Alpen. Der Ort bildet zusammen mit Méribel, Les Menuires und Val Thorens das Skigebiet Trois Vallées. Courchevel selbst besteht aus drei Ortsteilen, die nach ihrer Höhenlage benannt sind: Courchevel 1550, Courchevel 1650 und Courchevel 1850.

Dass es hier ‚select‘ zugeht, zeigt sich nicht nicht nur daran, dass man über einen eigenen hoch gelegenen Flughafen verfügt, auch bei der Gastronomie werden Punkte gemacht und zwar reichlich. Die Anzahl der Sterne in den Spitzenrestaurants liegt bei derzeit vierzehn. Was eine Menge für die Einwohneranzahl von unter 3.000 „Courchevelois“ ausmacht. Das Ski-Ressort in den französischen Alpem war  übrigens schon immer ein Pionier in Sachen Gastronomie. 1979 wurde Michel Rochedys „Le Chabichou“ das erste Restaurant in Courchevel, das einen Michelin-Stern erhielt. Heute haben sieben der Restaurants des   Ortes die begehrten “étoiles“. Courchevel hat damit die stärkste Konzentration von Michelin-Sternen in der Welt.

Das gängige Vorurteil französischen Stationen gegenüber nämlich ‚Ski-Retortenstädte und Beton‘ zu sein, passt wirklich nicht zu diesem Ort. Anders als in der Nachbarschaft und ähnlich wie in Dörfern Nord-Savoyens wie Samoens oder Le Tour stehen hier zumeist prächtige und alpine Chalets aus Holz. Ganz preiswert ist solch eine ‚location’ nicht, aber wie in Gstaad, Zermatt oder Kitzbühel stören sich die hierher kommenden Gäste wohl weniger daran.

Aktuelles Highlight in Courchevel ist das Aquamotion-Schwimmbad mit vielen Becken, Balneo- und Fitnessbereichen, Kletterwand und – man höre und staune – mit einer Surfwelle und einem Sporttaucherbecken. All dies im Hochgebirge!

Mitunter anzutreffenden nörgelnden Kritiker des Sports sei gesagt, dass neben Leibesertüchtigung auch andere Sinne auf den Pisten angesprochen werden. Zum zehnten Mal wird hier eine Ausstellung organisiert und zwar mit Werken des Künstlers Dali – oben auf dem Gipfel, ‚L’art au sommet‘.

Courchevel ist also durchaus eine Top-Adresse für alle, die zu einem Skifahren in 5-Sterne-Qualität wünschen und drum herum Exquisites suchen. Wer zu anderen Preisklassen tendiert  – und kostengünstigere gibt es durchaus auch bei unseren Nachbarn im Westen – wird bei Angeboten außerhalb der französischen Winterferien und bei kleineren aber durchaus sympathischen Hotels und Pensionen in unbekannteren Stationen fündig. Für junge Sportler lautet eine Adresse „UCPA“. Diese Sportorganisation, die früher stark in deutsch-französischen Sportbegegnungen aktiv war – schade übrigens, dass dies nicht mehr der Fall ist – bietet all inclusive-Angebote aus Unterbringung, Vollpension, Materialausleihe und - dies ist ganz wesentlich, handelt es sich doch auch um eine Sportschule - Skikurse in anerkannt sehr guter Qualität.

Was die Urlaubszeiten und dementsprechende Preise betrifft: französische und deutsche Schulferien laufen nicht unbedingt parallel. Da lohnt es sich entweder bei dem englischsprechenden Fremdenverkehrsbüro in Courchevel anzurufen:

+33(0) 479 08 00 29
 und gleich eine Reservationsanfrage per Email zu senden

oder einen offiziellen Ferienterminplaner zu Rate zu ziehen.


Der direkte Kontakt zu Courchevel tourisme funktioniert übrigens hervorragend und ohne Warteschlange vor dem Schalter mit einem Chat-Service.