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Letzte Aktualisierung: 10.12.2018

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Cartoonist Hans Traxler mit dem Friedrich Stoltze-Preis 2018 ausgezeichnet

von Ilse Romahn

(22.11.2018) Der Cartoonist, Illustrator und Autor Hans Traxler ist am 21. November im Kaisersaal des Frankfurter Römers mit dem Friedrich Stoltze-Preis 2018 ausgezeichnet worden.

Foto: Frankfurter Sparkasse / Stadt Frankfurt / Salome Roessler
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Traxler, der zu den Mitbegründern der Neuen Frankfurter Schule gehört und die Satireblätter „pardon“ und „Titanic“ mit ins Leben gerufen hat, hält der Gesellschaft seit vielen Jahrzehnten auf humorvolle Weise den Spiegel vor – ganz so, wie es der Frankfurter Freiheitsdichter und Satiriker Friedrich Stoltze in seinem satirischen Wochenblatt „Frankfurter Latern“ im 19. Jahrhundert vorgemacht hat. Anders als der Literat Stoltze ist Hans Traxler auch künstlerisch im Frankfurter Stadtbild vertreten: Mit dem Ich-Denkmal am Oberräder Mainufer und mit dem Bronze-Elch vor dem Caricatura Museum.

Mit dem Friedrich Stoltze-Preis, der von 1978 bis 2016 von den Freunden Frankfurts e.V. verliehen wurde, werden Persönlichkeiten geehrt, die für Frankfurt und die Region Besonderes geleistet haben. Die STIFTUNG GIERSCH und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse haben den Preis erstmals gemeinsam vergeben und mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 EUR ausgestattet. Eine siebenköpfige Jury, der u.a. die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, Vertreter der beiden Stiftungen und der Direktor der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, die den Stoltze-Nachlass betreut, angehören, sprach Hans Traxler den Stoltze-Preis zu.

„Hans Traxler ist eng mit Frankfurt verbunden und ein Meister der komischen Kunst, dessen Wirken und Wirkung eines Friedrich Stolze ebenbürtig ist. Er beherrscht sowohl Feder als auch Pinsel virtuos und hat Spuren im Gedächtnis der Menschen hinterlassen. Ein höchst verdienter Preisträger des diesjährigen Stolze-Preises“, sagte Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt.

Robert Restani, Vorsitzender des Vorstandes der Frankfurter Sparkasse und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, der auch im Namen von Senator Carlo Giersch für die STIFTUNG GIERSCH sprach, nannte Friedrich Stoltze einen Urvater der Neuen Frankfurter Schule und Hans Traxlers: „Wie seinerzeit Stoltze mit seiner „Latern“, beleuchtet und entlarvt Hans Traxler allzu menschliche Schwächen, gesellschaftliche und politische Fehlentwicklungen“, so Restani. Eine Einschätzung, die die Autorin Eva Demski in ihrer Laudatio auf den Stoltze-Preisträger auf unterhaltsame Weise unterstrich.