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Letzte Aktualisierung: 20.03.2019

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Buchvorstellung ‚Kulturelle Entdeckungen. Neues Bauen in Hessen‘ mit Ina Hartwig und Gerhard Grandke

von Ilse Romahn

(28.02.2019) Kulturdezernentin Ina Hartwig hat gemeinsam mit Gerhard Grandke, dem Geschäftsführenden Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, den jüngst erschienenen Themenband „Neues Bauen in Hessen“ vorgestellt. Das Buch versammelt 155 Bauwerke aus ganz Hessen und legt unter anderem einen thematischen Schwerpunkt auf das Neue Frankfurt.

„Das Buch wird dem Neuen Bauen in seiner Vielschichtigkeit gerecht, indem es sich weder auf die Arbeit von Bauhaus-Absolventen, noch auf die 1920er Jahre beschränkt. Unser Bundesland verfügt über ein reichhaltiges modernes Architekturerbe, das sich in Frankfurt ebenso zeigt wie zum Beispiel in Gießen, Fulda oder Wetzlar. Das Bauhausjubiläumsjahr ist ein hervorragender Anlass, dieses Erbe neu zu entdecken“, sagte Hartwig.

„Der Band ‚Kulturelle Entdeckungen. Neues Bauen in Hessen‘ beschreibt Architektur der Moderne von 1919 bis in die 1960er Jahre, in der die Ideen des Bauhauses reflektiert werden. Häufig wurden die Bauten in der Formensprache des Funktionalismus oder der Neuen Sachlichkeit errichtet. Die Publikation stellt einen Teil der umfangreichen Fördermaßnahmen der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen im Rahmen des Bauhaus Jubiläums dar“, ergänzte Gerhard Grandke.

Die Publikation versammelt Beiträge von mehr als 30 Autorinnen und Autoren zu Bauwerken, die in den Jahren 1919 bis 1970 erbaut wurden. Zu den ausgewählten Bauten gehören neben Verwaltungs- und Fabrikgebäuden auch Sportstätten, Sakral- und Industriebauten sowie Kleinarchitekturen und Privathäuser. Eine Besonderheit ist die Einbeziehung des ländlichen Raumes, der mit der Architektur des Neuen Bauens eher selten in Verbindung gebracht wird. Neben den Architekturporträts vertiefen sieben Themenbeiträge einzelne Aspekte des Neuen Bauens.

Den passenden architektonischen Rahmen der Buchvorstellung bildeten die ehemaligen Fissanwerke in Zwingenberg, ein gut erhaltener Industriebau aus den 1930er Jahren im Stile des Neuen Bauens. Heute ist er Sitz des Biotechnologieunternehmens BRAIN AG. Neben Ina Hartwig und Gerhard Grandke sprachen Martin Langer, Executive Vice President der BRAIN AG, Christian Engelhardt, Landrat Kreis Bergstraße, Holger Habich, Bürgermeister der Stadt Zwingenberg sowie Birgit Kissel, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Bensheim, und der Architekt Prof. Rolf Hempelt.