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Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

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Buchpräsentation in der Oper Frankfurt "Der Verführer – Karol Szymanowski und seine Musik"

von Ilse Romahn

(04.06.2019) Am 2. Juni 2019 feiert um 18.00 Uhr im Opernhaus Król Roger / König Roger von Karol Szymanowski (1882-1937) seine Frankfurter Erstaufführung. Die musikalische Leitung liegt bei Sylvain Cambreling, Regie führt Johannes Erath, und der polnische Bassbariton Łukasz Goliński übernimmt die Titelpartie.

Bildergalerie
Karol Szymanowski
Foto: Towarzystwo Muzyczne im. Karola Szymanowskiego
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Buchtitel
Foto: Harrassowitz Verlag
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Vor diesem Hintergrund lädt die Oper Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen-Institut nach der zweiten Vorstellung der Produktion am Donnerstag, dem 6. Juni 2019, um ca. 21.00 Uhr in den Salon im 3. Rang zu einer Präsentation von Danuta Gwizdalankas Biographie Der Verführer – Karol Szymanowski und seine Musik ein. Produktionsdramaturg Zsolt Horpácsy moderiert das Gespräch mit der Autorin, der Eintritt ist frei.

„Wir wissen, dass Polen uns zwei große Menschen gab: den elegischen Ekstatiker Chopin und den ekstatischen Elegiker Szymanowski (…). Seine Persönlichkeit ist unter den neuen Musikern die schärfst profilierte“, schrieb 1920 der Musikkritiker Hans Heinz Stuckenschmidt über den polnischen Komponisten Karol Szymanowski. In der Buchreihe Polnische Profile des Harrassowitz Verlags (ISBN: 978-3-447-10888-1; 292 Seiten; 29,- €) präsentiert die Musikwissenschaftlerin Danuta Gwizdalanka den Schöpfer der Mythen und der Oper König Roger in verschiedenen Rollen und Situationen: Sie zeigt ihn als liebenden Sohn und fürsorglichen Bruder in seiner Familie, mit seinen Freunden – von denen er stets Interesse und Hilfe erwartete –, mit ihn (vergebens) anhimmelnden Frauen und im dionysischen Gefolge „wunderbarer Jünglinge“. Diese Porträtgalerie wird ergänzt durch eine Darstellung seiner bedeutendsten Werke sowie eine Beschreibung seines künstlerischen Wegs, der vom Wiener Expressionismus über orientalisch inspirierte Sensibilität und in Byzanz wurzelnden Pathos bis hin zu einer Vitalität führte, die er bei den Bergbewohnern der Tatra gefunden hatte. Im Hintergrund der Erzählung über den narzisstischen Komponisten erstreckt sich das Panorama Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, eines Kontinents der Kriege, Revolutionen und Grenzverschiebungen.

www.oper-frankfurt.de