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Letzte Aktualisierung: 21.08.2017

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Binding-Kulturpreis für Kinothek Asta Nielsen

von: Ilse Romahn

(21.04.2017) Der Binding-Kulturpreis 2017 geht an den Verein Kinothek Asta Nielsen. Seine Mitbegründerinnen Karola Gramann und Heide Schlüpmann erhalten einen der höchstdotierten Kunstpreise Deutschlands. Verliehen wird der mit 50.000 Euro dotierte Binding-Kulturpreis am 2. September im Frankfurter Römer.

Prof. Dr. Heide Schlüpmann und Karola Gramann, Mitbegründerinnen der Kinothek Asta Nielsen
Foto: Gunter Deller
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Mit der Kinothek Asta Nielsen hat sich das Kuratorium der Binding-Kulturstiftung für einen Frankfurter Verein entschieden, der seit seiner Gründung im Jahr 1999 daran arbeitet, die Filmgeschichte in ihrer Vielfalt zugänglich zu machen, zugänglich zu halten, zu präsentieren und zu feiern. Mit geringen Mitteln und erheblichem Einsatz rettet er ein Stück Filmgeschichte, der im Mainstream der Geschichtsschreibung und Restaurierungsbemühungen verloren zu gehen droht.

In allererster Linie sind das Filme von Frauen. Filme jenseits des Kanons. Filme aus der Anfangszeit des Kinos. Experimentelle Filme. Die Kinothek Asta Nielsen hat eine eigene Sammlung von Super 8- und 16mm-Filmen aufgebaut. In Fragen des Filmerbes sind die Mitgründerinnen Karola Gramann und Heide Schlüpmann europaweit gefragte Expertinnen.

In der Frankfurter Innenstadt arbeitet die Kinothek Asta Nielsen eng mit anderen Institutionen der Stadt zusammen, um ihr Programm einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. Darüber hinaus erarbeitet der Verein maßgebliche Publikationen zur Filmgeschichte, etwa das zweibändige Standardwerk zu seiner Namensgeberin Asta Nielsen.

Die Kinothek Asta Nielsen leiste mit all diesen Aktivitäten einen unschätzbaren Beitrag zur Errettung des Filmerbes und werde deshalb in diesem Jahr mit dem Binding-Kulturpreis ausgezeichnet, so die Jurybegründung.

Deren Vorsitz hat Professor Dr. Felix Semmelroth in diesem Jahr erstmals übernommen: Mit dem ehemaligen Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt am Main hat die Binding-Kulturstiftung einen würdigen Nachfolger für Christoph Graf Douglas gefunden, der im September 2016 unerwartet verstorben war.

Mit der Kinothek Asta Nielsen gesellt sich eine weitere hochkarätige Kulturinstitution aus der Heimatregion der Binding-Brauerei zu den stets herausragenden Preisträgern der mit 50000 Euro dotierten Auszeichnung. Die feierliche Vergabe des Binding-Kulturpreises 2017 findet am Samstag, dem 2. September, im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt, im Beisein von Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Der Binding-Kulturpreis wird in diesem Jahr zum bereits 22. Mal verliehen. Mit dieser wichtigen Förderung der Kulturszene in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet unterstreicht die traditionsreiche Binding-Brauerei ihre enge Verbundenheit zu ihrer Heimatregion.