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Letzte Aktualisierung: 18.07.2019

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Binding-Kulturpreis für Frankfurter Kunstverein

Feierliche Verleihung im Frankfurter Römer

von Karl-Heinz Stier

(17.06.2019) Den mit 50 000 Euro dotierten Preis – einer der höchsten Kunstpreise in der Bundesrepublik - nahm Franziska Nori als Direktorin des Frankfurter Kunstvereins von Birgit Gräfin Douglas, der Vorsitzenden des Vorstandes der Binding Kulturstiftung, entgegen.

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Birgit Gräfin Douglas, Vorsitzende des Vorstandes der Bindung Kulturstiftung (links), überreichte Franziska Nori, der Direktorin des Frankfurter Kunstvereins Preis und Urkunde
Foto: Karl-Heinz Stier
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Sie gratulierten Franziska Nori (zweite von links) als Erste: Die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig (ganz links), Birgit Gräfin Douglas und Otto Völker, Vorstand der Binding Brauerei AG.
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die Ehrung fand im Beisein von Kulturdezernentin und Stadträtin Dr. Ina Hartwig im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Mit dem Frankfurter Kunstverein hat sich das Kuratorium der Bindung-Kulturstiftung für einen Verein entschieden, der sich über Jahrzehnte hinweg durch eine konsequent herausfordernde Ausstellungspolitik hervorgetan und immer wieder neu positioniert hat. Den Direktoren und Direktorinnen ist es stets gelungen, sich gegenüber den großen, ebenfalls mit zeitgenössischer Kunst befassten Nachbarinstitutionen in Frankfurt zu behaupten. Seit seiner Gründung im Jahr 1829 war der Frankfurter Kunstverein ein Ort ästhetischer Reflexion über die jeweils herrschenden Kunstbegriffe und ihrer Medien – so betonte die Stiftung in ihrer Würdigung. Die Kulturinstitution habe bis heute auf immer neue Weise den Anspruch der Kunst als Instanz der Kritik erhoben und gesellschaftspolitisch brisante Themen in ihren Mittelpunkt gerückt. In den letzten Jahren gewinnt ihr Programm besonderes Profil durch international besetzte Einzel– und Themenausstellungen auch an Schnittstellen zwischen zeitgenössischer Kunst und Wissenschaft.

Franziska Noris beharrliche Gestaltungsarbeit am öffentlichen Diskurs bezieht zudem stets lokal ansässige Künstlerinnen und Künstler ein, die in eigens dafür konzipierten Ausstellungsformaten gezeigt werden, wie zum Beispiel die Ausstellung „Things I Think I  Want“ von 2017 oder die gerade zu Ende gegangene Gruppenausstellung „And This IS US: Junge Kunst aus Frankfurt“. Darauf hat auch Dr. Stefanie Heraeus unter anderem in ihrer Laudatio hingewiesen.

In ihrer Dankesrede unterstrich Franziska Nori das besondere Bemühen des Frankfurter Kunstvereins: „Wir arbeiten mit Künstlern, die an den Schnittstellen vieler Disziplinen Fragen nach dem großen Ganzen stellen,  manchmal die fragilen Konstruktionen unseres Sachverständnisses niederreißen und um neue Antworten ringen. Der Preis ist für uns daher Ansporn, in dieser Linie weiterzuarbeiten“.

Zur Eröffnung der Feier gratulierte Frankfurts Dezernenten für Kultur und Wissenschaft Dr. Ina Hartwig dem Kunstverein und seiner Leitung zu der großen Ehrung: „Die traditionsreiche, vor 190 Jahren gegründete Institution  fokussiert heute die vielfältigen Verbindungsstellen von Kunst und Wissenschaft mit unserer gegenwärtigen Gesellschaft“.

Der Binding-Kulturpreis wurde heute zum 24. Mal verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem das Künstlerhaus Mousonturm, das Literaturhaus Frankfurt, Michael Quast, das Freie Deutsche Hochstift/Frankfurter Goethe Museum, das Jazz-Duo Heinz Sauer und Michael Wollny, Max Hollein und der Tigerpalast Frankfurt.