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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Bienen im Freizeitpark Kiftel entwickeln sich prächtig

von Adolf Albus

(04.10.2019) Seit zwei Jahren ist Irini Maria Karagianni Mitglied im Imkerverein Hofheim, in diesem Sommer hat sie begonnen, sich aus „Ablegern“ drei eigene Bienenvölker zu ziehen. Alle drei stehen in Kriftel, wo sie seit sieben Jahren wohnt: Eines davon steht zwischen Brombeersträuchern verborgen in der Nähe der Straße „Auf der Hohlmauer“, zwei der Ableger durfte sie im Juni mit Erlaubnis der Gemeinde im eingezäunten Bereich neben dem Brunnen im Freizeitpark aufstellen.

Foto: Gemeide Kriftel
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„Das ist ein idealer Standort hier“, betont der Erste Beigeordnete Franz Jirasek Anfang der Woche im Gespräch mit der Imkerin vor Ort. „Hier sind die Bienen geschützt und es gibt viel Nahrung in unmittelbarer Nähe.“ Auch am neuen Hochbehälter neben dem Reitverein habe ein Imkerkollege vor einiger Zeit mit Erlaubnis der Verwaltung bereits Bienen aufgestellt.

Honig kann sie erst 2020 „ernten“

Die tolle Lage begeistert auch Irini Maria Karagianni, die einmal in der Woche nach ihren Tieren schaut: „Die Bienen haben sich gut eingelebt, sie entwickeln sich prächtig“, freut sie sich. Das könne sie daran sehen, dass die beiden Jungvölker schon stark gewachsen seien. „Die Jungvölker bestehen derzeit jeweils etwa aus 17.000 Bienen, wohingegen in einem normalen Bienenvolk im Sommer fast dreimal so viele Tiere leben“, erklärt sie. Von dem Honig, den sie bereits fleißig produzieren, könne sie ihnen im ersten Jahr noch nichts wegnehmen. „Den brauchen sie, um den Eigenbedarf abzudecken beziehungsweise um den Nachwuchs zu füttern und sich zu einem starken und damit überwinterungsfähigen Volk zu entwickeln“, weiß die 36-Jährige. Mit einer kleinen ersten Ernte könne sie im nächsten Jahr rechnen.

„Ich gehe das langsam an, denn die Ernte ist für mich gar nicht vorrangig“, so die Apothekerin, die bei Sanofi in der Qualitätssicherung arbeitet. „Ich bin sehr naturverbunden, fahre gerne Motorrad und töpfere in der Krifteler Familienoase. Ich habe einen weiteren Ausgleich zum stressigen Alltag gesucht.“ Es fasziniere sie, zu beobachten, wie die Bienen herausfliegen und mit vollgefüllten Pollensäckchen in den Bienenstock zurückkehren. „Und man muss absolut ruhig sein, wenn man zu den Bienen geht“, weiß sie. Das habe sie zunächst unterschätzt.

Da die Gemeinde als „Obstgarten des Vordertaunus“ gilt, habe sich ein Standort ihrer Völker in Kriftel angeboten. „Bienen passen einfach zu Kriftel“, sagt sie lachend. Und ihre Anfrage ans Rathaus wurde ja auch prompt positiv beantwortet.