Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

Werbung

Bewusstsein schaffen für das Recht auf individuelle Selbstbestimmung

Frauendezernentin Heilig unterstützt Konferenz im Rahmen der „Contemporary Muslim Fashions“

von Ilse Romahn

(12.04.2019) Frauen und ihre Körper sind ständiger Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Sexistische und rassistische Bilder, Schönheitsnormen und Selbst- sowie Fremdzuschreibungen bestimmen den Alltag vieler Frauen und Mädchen.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Ausstellung ‚Contemporary Muslim Fashions‘ unterstütze ich, dass unter anderem muslimische Aktivist*innen, Designer*innen und Künstler*innen im Rahmen der Ausstellung und der Tagung selbst zu Wort kommen, ihr Blick auf Körper, Mode, Tradition und Emanzipation gewürdigt und das Spannungsfeld zwischen restriktiven Bekleidungsvorschriften und selbstbestimmtem Leben besprechbar wird“. Sie fügt hinzu: „Als Frauendezernentin begrüße ich Ausstellungen und gesellschaftliche Debatten, welche die Vielfalt von Frauen und ihre Lebensentwürfe abbilden. Mode ist auch immer ein Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse und damit ein frauenpolitisches Thema.“

Das Frankfurter Frauenreferat steht für einen selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper und setzt sich für ein selbstbestimmtes, unabhängiges und gewaltfreies Leben aller Frankfurterinnen ein. „Gleichzeitig wissen wir um die Notwendigkeit respektvoller Dialoge und kritischer Auseinandersetzungen. Daher unterstützen wir die Konferenz zur Ausstellung vom 12. bis 14. April 2019“, sagt Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferates.

Zum Austausch und zur Meinungsbildung lädt auch der vom Museum für Angewandte Kunst initiierte Hashtag #modeist ein. Hier wird die Vielfalt von Mode, Körpern und Frauen sichtbar gemacht.

Die „Contemporary Muslim Fashions“ ist die weltweit erste umfassende Museumsausstellung, die sich zeitgenössischer muslimischer Mode widmet. Das Museum Angewandte Kunst ist ihre erste Station in Europa. Es zeigt die Ausstellung bis zum 15. September. (ffm)