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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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Baustart am Rohmerplatz: Eine neue Kita im Kern von Bockenheim

von Ilse Romahn

(17.05.2019) Am Rohmerplatz im Stadtteil Bockenheim haben die Bauarbeiten begonnen. Entstehen werden dort eine neue Kindertagesstätte und ein Wohnheim für Studierende. Am Donnerstag, 16. Mai, legten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Stadträtin Sylvia Weber den Grundstein für das neue Gebäude.

Rainer Wrenger, Geschäftsführer der KEG, Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber, Oberbürgermeister Peter Feldmann (image/jpeg
Foto: Stadt Frankfurt / Heike Lyding
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„Was hier entsteht zeigt, dass die Stadt Frankfurt ihre Verantwortung für alle - auch für Kinder und junge Menschen - wahrnimmt“, sagte Oberbürgermeister Feldmann. Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, bekräftigte: „Wir freuen uns, dass die Fläche im Kern Bockenheims wieder als Standort für wichtige soziale Infrastruktur- und Wohnangebote genutzt wird“. Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen, ergänzte: „Wichtig ist mir insbesondere, dass dringend benötigtes Studentisches Wohnen in hervorragender Lage entsteht. Denn wir brauchen ein Angebot an ausreichendem und angemessenen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten.“

Zusammen mit dem Bauherrn, der KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft, gaben sie den Startschuss für den Neubau einer Kita mit zehn Gruppen und eines Studentenwohnheims mit 121 Appartements. Der sechsgeschossige Gebäudekomplex wird voraussichtlich im Jahr 2021 in Betrieb genommen werden.

Nutzung für Kinder und Jugend
„Entstehen wird der Neubau auf dem rund 4100 Quadratmeter großen Areal nordöstlich des Rohmerplatzes. Die Familie Rohmer hatte im Jahr 1908 der Stadt Frankfurt am Main die Fläche für öffentliche und soziale Zwecke übereignet. Insbesondere sollte sie für die Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden“, erläuterte der Oberbürgermeister.

Ab den 1960er-Jahren befanden sich auf dem Gelände ein Bürogebäude, das ehemalige Sozialrathaus Bockenheim sowie eine Kindertagesstätte. Das mit zwölf Geschossen damals höchste Gebäude des Stadtteils wurde im Jahre 2012 abgebrochen.

Mit dem Neubau einer Kindertagesstätte sowie eines studentischen Wohnangebotes gelingt nun die Rückführung des Grundstücks zum eigentlichen Stiftungszweck: ein Nutzungsangebot zu schaffen, das vor allem Kindern und jungen Menschen zugutekommt.

Im Kern Bockenheims gelegen
Errichtet wird der Neubau in Passivhausbauweise. In Größe und Gestalt orientiert er sich am umgebenden Bestand. Die Nordseite zur Kreuzung Rohmerstraße/Greifstraße nimmt den Zugang zum Studentenwohnheim auf und belebt die dortige Ecksituation. Die Kindergartennutzung orientiert sich mehr in den rückwärtigen Bereich des Grundstücks und ist durch eine differenzierte Fassadengestaltung von dem Wohnheim abgesetzt.

Rund 18 Millionen Euro wird der Neubau voraussichtlich kosten. Aufgrund der Art der Nutzung des zentral in Bockenheim gelegenen Grundstücks und der Errichtung studentischen Wohnraums trägt das Neubauprojekt zur Sicherung der sozialen Zusammensetzung und Vielfalt im Stadtteil bei.

Kindertagesstätte mit Dachspielplatz
Die Kindertagesstätte ist als zweigeschossige Einheit für insgesamt zehn Gruppen konzipiert. Acht Gruppen mit Kindern unter drei Jahren befinden sich im Erdgeschoss. Zwei Gruppen für über dreijährige Kinder liegen im ersten Stock. Spielen werden die Kinder auf dem Freibereich des Grundstücks – und auf dem Dach des eingeschossigen Gebäudeteils. Der „Dachspielplatz“ erhält einen Sandkasten, Schaukel und Klettergeräte. „Unsere Planungen versuchen die beschränkte Raumsituation möglichst optimal zu nutzen. So können wir auch den wertvollen alten Baumbestand erhalten“, erklärte Jörg Maier, Architekt und Projektleiter vom zuständigen Planungsbüro Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung (BSMF).

Wohnraum für Studierende
Studentisches Wohnen wird im ersten bis fünften Obergeschoss realisiert. Die neuen Appartements haben jeweils eine Wohnfläche von rund 20 Quadratmetern und sind mit eigenem Bad und Kochnische ausgestattet. Gemeinschaftsräume stehen im ersten Stock sowie als Lernraum im Staffelgeschoss mit begrünter Dachterrasse zur Verfügung. Der Keller des Gebäudes ist als Tiefgarage angelegt. Dort befinden sich weitere 100 Abstellplätze für Fahrräder sowie 18 PKW-Stellplätze. Auch ein Ladeanschluss für Elektrofahrzeuge ist vorgesehen. Durch die zentrale Lage ist das Gebäude gut an den ÖPNV angeschlossen, die Leipziger Straße ist mit der dortigen U-Bahn-Station in wenigen Minuten erreicht und mit dem Fahrrad ist man in zehn Minuten am neuen Uni-Campus Westend. (ffm)