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Letzte Aktualisierung: 15.07.2019

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Barrierefreier Um- und Ausbau von Bushaltestellen in Kriftel

Umbau der Bushaltestelle an der KAS startet

von Adolf Albus

(04.07.2019) Eines der großen Projekte, in die die Gemeinde Kriftel seit 2017 investiert, ist der barrierefreie Um- und Ausbau der Bushaltestellen. Hintergrund ist das novellierte Personenbeförderungsgesetz, das für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit fordert.

Foto: Gemeinde Krifel
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An den Haltestellen wird das Niveau der Bussteige angehoben, damit Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer künftig beim Ein- und Aussteigen keine Höhenunterschiede mehr überwinden müssen. Außerdem werden Rillenplatten zur Orientierung und Führung von sehbehinderten Menschen eingebaut.

2017 wurden die Bushaltestellen Friedhof Ost und West, Bürgerhaus Ost und West, Josef-Wittwer-Seniorenzentrum Nord und Süd sowie Kirche Nord und Süd barrierefrei um- und ausgebaut. Dafür hat die Gemeinde 208.000 Euro aufgewendet. Der zweite Bauabschnitt ist inzwischen gestartet: Im Zuge dessen werden die verbliebenen fünf Bushaltestellen in der Königsberger Straße (beidseitig), in der Oberweidstraße (beidseitig) und an der Konrad-Adenauer-Schule (eine große Haltestelle) barrierefrei umgebaut. Kostenpunkt: 332.000 Euro. 70 Prozent der Kosten können mit Fördergeldern von Bund und Land abgedeckt werden. Im Oktober 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein.

 

Haltestelle an der KAS wird vorgezogen

Los ging es mit den Bushaltestellen in der Königsberger Straße zwischen Karlsbader und Breslauer Straße. Auf Ostseite ist die Bushaltestelle bereits fertig. Davon konnte sich der Erste Beigeordnete Franz Jirasek am Mittwoch überzeugen. Auch an den umliegenden Straßenecken wurde bereits ein gegenüberliegender Bürgersteig abgesenkt, als barrierefreie Zuführung. Das wird gleich mitgemacht, damit Menschen mit Rollator oder Rollstuhl sowie Sehbehinderte bei ihrem Weg zur Haltestelle hin oder zurück nicht gleich vor der nächsten Barriere stehen.

„Nun werden die Bauarbeiten zunächst in der Königsbergerstraße eingestellt“, so Jirasek. Vorrang hat nun die große Bushaltestelle an der Konrad-Adenauer-Schule in der Straße Auf der Hohlmauer: Hier wird der Bereich der Bushaltestelle ab dem 8. Juli bis zum 10. August teilgesperrt. „Wir möchten die Arbeiten unbedingt in den Ferien über die Bühne bringen. Denn stehen die Schüler wieder an der Haltstelle, ist das schwieriger umzusetzen.“ Daher bittet er die Anwohner der Königsberger Haltestelle um Verständnis, dass hier die zweite Baustelle erst nach den Ferien umgebaut wird. Auch die Absenkung der angrenzenden Bürgersteige wird dann fortgesetzt.