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Letzte Aktualisierung: 23.05.2019

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Bäppi‘s Theatrallalla im silbernen Jahr

Marcel Schilling nunmehr Assistenz der Intendanz und Regisseur

von Karl-Heinz Stier

(15.01.2018) Zu den neuen Ideen 2018 gehört die Erweiterung des Kochangebots: neben „die Lisbet Windsor Thermomix Kochshow“ geht Bäppi La Belle im neuen Jahr auch als Lisbet Windsor auf kulinarische Reise. Fünfmal schwingt sie den Kochlöffel mit den Spitzenköchen des InterContinental Frankfurt bei Gerichten aus England und den Ländern des Commonwealth („eine Kochsensation“), ausgedacht zusammen mit dem Chefkoch Klaus Bramkamp.

Bildergalerie
Bäppi La Belle (rechts) und Regisseur Marcel Schilling bei der Pressekonferenz
Foto: Karl-Heinz Stier
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Bäppi als Dorfrichter Adam im "zerdepperten Krug" - dreist nach Kleist im März
Foto: Karl-Heinz Stier
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„Den Besucher erwartet an insgesamt fünf Tagen (22.2./ 24.4./26.6./ 18.10/ 11.12.) ein typisch Windsor Cocktail und ein Drei-Gänge-Menü“. Die Getränke korrespondieren mit dem Essen, das Ganze für 109 Euro pro Person. Die Besucherzahl ist limitiert. Bis zu 30 Personen können es sein.

Die meisten Veranstaltungen sind jedoch im Theatrallalla, der Kultstätte für „Comedy und Komödie“ im Frankfurter Nordend in der Friedberger Landstraße 296, wo die Travestie-Ikone seit 25 Jahre zuhause ist. Zum Beispiel: Im Februar geht es dort (Comedy)-klassisch zu – mit dem „Ring des Nibelungen“, eine Comedy-Lesung von Richard Wagners Opus Magnum mit Ute Ehrenfels, Marlene Zimmer, Bastian Korff, Mathias Münch ihr „Wagelaweia Hojotoho“ um die Wette schmettern (Termine: 18/19/27/28.Februar – auf die Dauer einer Veranstaltung wollte sich Bäppi nicht festlegen).

Im März erfüllt er sich einen Bühnentraum. In einer hessischen Fassung von Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ wird er den Dorfrichter Adam spielen („eine Rolle in dem Alter, wo es noch geht“). Mit auf der Bühne: Kammersängerin Karin Pagmär und die Schauspieler Ute Ehrenfels, Stefan Peschek, Lars Ruth und Eva  Völl. Das Stück (vom 14. bis 21. März) spielt in Nieder-Eschbach und heißt nach Bäppis Wortschatz-Findung „Der zerdepperte Bembel“. Regie: Marcel Schilling.

Nur an zwei Tagen am 15. und 16. Mai gibt es „Fat Pack“, eine Hommage an Frank Sinatra und Dean Martin, den legendären Mitgliedern des Rat Pack. In die Rollen schlüpfen Alexander J. Beck und Bäppi. Musikalisch begleitet von Gabriele Groh mit den Hits von „Stranger in the Night“ bis Volare“.

Einzug hält 2018 im Theatrallalla erstmals ein Kindertheater. Das Kindermusical „Alice im Wunderland“ feiert am 10. Juni seine „Weltpremiere“, vier Vorstellungen im Juni, vier im Oktober. In dem von Marcel Schilling bearbeiteten Stück, das etwa 90 Minuten lang sein wird, spielt Bäppi die Herzkönigin(„Es war nicht so leicht, für mich eine Rolle zu finden“).

Ein Glanzlicht im Stil der Krimiparodien wird im August und September „Miss Moppel – 16.50 nach Offenbach“, eine Anspielung auf die berühmte Miss Marpel aus den Agatha Christie Romanen. Es ist nicht schwer, zu erraten, wer sich als Schauspieler hinter der Miss Moppel verbirgt

Das Highlight des Jahres soll im November „Ben Hur und die Ratten der Rennbahn“ oder „des Grafen bestes Stück“ werden. Da geht es um den Konflikt zwischen der Rennbahngesellschaft und den Plänen des DFB, „eine Trainingsakademie für vestalische Jungfrauen und Junggladiatoren“ entstehen zu lassen(„Ein Stück, auf das der halbe Römer bereits wartet“).

Nicht zu vergessen die Feier zu 25 Jahre Bäppi La Belle am 2.Juni im Offenbacher Capitol, „ein Abend der Superlative“ unter dem Titel „This is my Life“. Es soll ein musikalisches Feuerwerk werden, die die 25 Jahre zusammenfassen und Bäppis Leben bestimmt und begleitet haben – von Goldfinger bis Sunset Boulevard, von Zarah Leander bis zu Lisa Minelli, alles unvergessene Highlights. In einer besonderen Überraschung werden alle Figuren, die Bäppi je dargestellt hat, auftreten und den Abend beginnen: Uschi, Lia, Angie, Lisbet.

Bewährte Veranstaltungen sind auch wieder im Programm wie „Lieber blau als gar kein Bock“ im Rad in Seckbach , im Grauen Bock und im Lorsbacher Tal, „die Fledermaus“, „Das Haus in Montevideo“.

Und was fällt Bäppi zu seinen 25 Jahren selbst ein?  „Man merkt erst mal wie die Zeit vergeht, wenn man sich die alten Kostüme anschaut. Meine Mitstreiter  und ich hatten viele Hochs und Tiefs in dieser Zeit, aber ich würde alles noch einmal wieder machen“.