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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Ausstelung `Moderne am Main 1919–1933`im Museum Angewandte Kunst endet am 14. April

von Ilse Romahn

(11.04.2019) In den 1920er Jahren entwickelte sich Frankfurt am Main zu einem Zentrum der modernen Gestaltung. Unter dem Begriff „Neues Frankfurt“ wurde ein politischer und gestalterischer Umbruch angeschoben, der sämtliche Lebensbereiche umfasste. Auf dem Weg zu einer neuartigen Großstadtkultur entwickelten Frankfurter Gestalter*innen neue Formen in Produkt-, Raum- und Werbegestaltung, in Mode, Musik, Film und Fotografie.

Die Ausstellung, die nun am Sonntag, den 14. April, zu Ende geht, stellt bekannte und weniger bekannte Protagonist*innen vor und zeigt Verbindungen und Unterschiede zum Bauhaus auf. Dabei wird klar: Zum Ausgang der 1920er Jahre war Frankfurt als ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde etabliert.

Während die Ausstellung bereits am Sonntag, den 14. April, das letzte Mal zu sehen ist, werden ab Donnerstag, den 11. April, um 11 Uhr zwei Parkbänke nach den Entwürfen von Ferdinand Kramer an zwei Stellen in der Stadt Frankfurt am Main – im Metzlerpark und am Mainufer – im Tausch mit bestehenden Parkbänken permanent installiert, so dass Spaziergänger*innen nun pünktlich zum Frühlingsbeginn dort Platz nehmen können. Ferdinand Kramer, der nicht nur als Architekt von Wohnungssiedlungen des Neue Frankfurt in Erscheinung trat, sondern auch das eine an Sachlichkeit und Funktionalität orientierte Möbelgestaltung hervorbrachte, entwarf eine Reihe von Parkbänken und Ausstattungen für den öffentlichen Raum. Einer dieser Bankentwürfe von 1927 wurde in Kooperation mit der tatcraft GmbH, einem Makerspace-Startup-Unternehmen aus Frankfurt, reproduziert und lädt derzeit auch in der Ausstellung zum Verweilen ein. Das 2016 gegründete Frankfurter Start - up-Unternehmen hat die Maße und die Gestaltung der historischen Vorlage nicht verändert, die Bank aber durch die Verwendung von witterungsbeständigerem Douglasien - anstelle von Kiefernholz - an heutige Bedürfnisse angepasst.

Durch einen Patenaufruf, u. a. in Kooperation mit dem Stadtmagazin Journal Frankfurt, konnten Stifter gefunden werden, die die Installation zwei weiterer Parkbänke nun im öffentlichen Raum ermöglicht haben. Die Parkbank im Metzlerpark wurde gestiftet von der Dieter und Ingeborg Rams Stiftung. Eine weitere Parkbank wurde von Konstantin Sold gestiftet und steht nun am Mainufer vor dem Museum. Bei der Installation der Bänke wurde das Museum Angewandte Kunst durch das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main unterstützt.

Beide Stifter werden jeweils mit einer Plakette an der Bank geehrt, die am Donnerstag, den 11. April, angebracht werden. An diesem Tag wird ab 11 Uhr gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt Frankfurt und der tatcraft GmbH eine Einweihung gefeiert.

Die Ausstellung Moderne am Main 1919-1933 ist Teil einer gemeinsamen Initiative von drei Frankfurter Museen – dem Museum Angewandte Kunst, dem Deutschen Architekturmuseum (Neuer Mensch, Neue Wohnung, bis 18. August 2019) und dem Historischen Museum Frankfurt (Wie wohnen die Leute? – Mit dem Stadtlabor durch die Ernst-May-Siedlungen, 16. Mai bis 15. September 2019) – sowie dem neu gegründeten Forum Neues Frankfurt anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019 (www.forum-neues-frankfurt.de).

KuratorInnen: Prof. Dr. Klaus Klemp, Prof. Matthias Wagner K, Grit Weber, Annika Sellmann

Weitere Informationen zu den letzten Führungen durch die Ausstellung finden Sie auf www.museumangewandtekunst.de

Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main