Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 25.03.2019

Werbung
Werbung

Ausstellung „l’esprit baroque im Schloss Weilburg“ zum 300. Todestag des Grafen Johann Ernst zu Nassau-Weilburg

von Ilse Romahn

(21.02.2019) Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten eröffnet am 27. Februar die Ausstellung „l’esprit baroque im Schloss Weilburg“. An diesem Tag jährt sich zum 300. Mal der Todestag des Grafen Johann Ernst zu Nassau-Weilburg (1664-1719). Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat die Schirmherrschaft für diese Schau übernommen, die das Lebenswerk des Grafen, barocke Kultur und Gartenkunst an seinem Hof würdigt.

Die Schau wird als Hauptbestandteil eines umfangreichen Programms in dem Gedenkjahr bis zum 27. Oktober gezeigt.

Wie kein anderer vor und nach ihm hat Graf Johann Ernst die Stadt Weilburg geprägt. Den zu seiner Zeit überschaubaren Ort verwandelte er nach dem Ende seiner Militärkarriere mit einem beachtlichen Bauprogramm und unter dem Einfluss höfischer Barockkultur in eine repräsentative Kleinresidenz. Am Beginn des 18. Jahrhunderts ließ er das Schloss auf einem Bergsporn, den die Lahn malerisch umfließt, großzügig erweitern, einen Garten anlegen, eine Schlosskirche bauen und viele weitere städtische Gebäude errichten. Pracht und Vergnügungen zogen an seinem Hof ein, die sich zeittypisch auf das glanzvolle Vorbild am französischen Versailles bezogen.

Die von Dr. Svetlana Jaremitsch, Madeleine Seltmann und Jan-Nikolas Döllinger kuratierte Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Der erste bietet eine multimedial unterstützte Präsentation in den Innenräumen des Schlosses mit Informationen zur Biographie des Grafen im Kontext der wichtigsten Ereignisse seiner Zeit. Im Mittelpunkt steht seine Neigung zu französischer Hofkultur, die ihn zur Vergrößerung und reichen Ausstattung  seines Herrschaftssitzes veranlasste. Am Ostersonntag wird „l’esprit baroque im Schloss Weilburg“ in den Schlossgarten erweitert, um die Geschichte der Außenbereiche zu erzählen. Sie sind bis heute innerhalb der barocken Ursprungsstrukturen erhalten. Dabei soll nicht nur Gartenkunst eine Rolle spielen, es wird auch Gartendenkmalpflege zum Thema gemacht, die sie bewahrt.

Der Festtag am 27. Februar beginnt um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Weilburger Schlosskirche, an den sich eine Besichtigung der Gruft mit dem Sarg des Grafen anschließt. Die Ausstellung wird um 11:30 Uhr eröffnet.

„l’esprit baroque im Schloss Weilburg“ steht ein breitgefächertes, das ganze Jahr andauernde Veranstaltungsprogramm zur Seite. Es umfasst unter anderem Schauspielführungen, ein wissenschaftliches Plenum, Architektur- und Stadtrundgänge, eine Museumsnacht, naturkundliche und kulturgeschichtliche Touren, Feste und Märkte, Vorträge, die Schülervorführung „Leben im Schloss“, eine Geo-Caching-Schatzsuche, den Tag des Offenen Denkmals und die traditionellen Weilburger Schlosskonzerte.