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Letzte Aktualisierung: 17.05.2019

Aus aller Herren Länder? Mobilität und Migration im römischen Frankfurt

Führung mit Dr. Carsten Wenzel am 12. Mai im Archäologischen Museum Frankfurt

von Ilse Romahn

(08.05.2019) Nida (Frankfurt-Heddernheim), Zentrum des Limesgebietes nördlich des Mains, antiker Hauptort des Verwaltungsbezirks Civitas Taunensium: um 200 n. Chr. eine antike (Klein-) Stadt mit - geschätzt - etwa 6000 Einwohnern.

Weihung des Senlius Carantinus, Bürger von Metz (FRA), aus Nida
Foto: Archäologisches Museum Frankfurt / Uwe Dettmar
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Von einigen dieser Menschen kennen wir ihre Herkunft, wissen von ihrer Geschichte. So von Titus Flavius Maternus, der als Soldat von seiner Heimat am Taunusrand aus in die Welt zog und bis nach Gallien, wohl gar den Euphrat und schließlich nach Rom gelangte. Doch wer verbarg sich hinter den Namen „Drakon“ und „Achilleus“ auf einer griechischen Inschrift aus Nida? Woher stammen die Bewohner der römischen Kleinstadt an der Nidda und wer konnte von sich damals behaupten, ein echter „Frankfurter“ zu sein? Inschriften und Kleinfunde aus Nida geben einen Einblick in die Mobilität der Menschen vor über 1800 Jahren und zeigen, dass bereits damals das Rhein-Main-Gebiet eine gewisse Anziehungskraft für Neusiedler besaß.

Treffpunkt am 12. Mai, 11 Uhr, ist das Museumsfoyer (Karmelitergasse 1).

Die Führung ist kostenlos. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Für Erwachsene gilt der reguläre Eintritt (€ 7,00, ermäßigt € 3,50). Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich.