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Letzte Aktualisierung: 13.11.2018

Architekturbüro im Nordend bietet Raum für Kreative: Stadt Frankfurt fördert Umbau

von Ilse Romahn

(14.09.2018) In der Hansteinstraße 12 im Nordend ist durch Mittel der städtischen Umbauförderung ein Raum für kreatives Arbeiten entstanden. Die ehemals leerstehende Ladenfläche nutzt jetzt Architekt und Designer Jens Bayer mit seinem „Studio Kankan“ und bietet darüber hinaus Platz für bis zu vier weitere Kreative.

Räumlichkeiten im 'Studio Kankan' für Kreative im Nordend
Foto: Stadt Frankfurt / Eda Temucin
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„Ich bin durch Zufall auf den Laden gestoßen und war überrascht, dass er trotz der zentralen Lage in unmittelbarer Nähe zur Glauburgstraße und der U-Bahn-Linie U5 bereits lange Zeit leer stand“, berichtet Bayer. Umso größer war die Überraschung, als beim Rückbau ein alter Backofen zum Vorschein trat. Jahrzehnte zuvor befand sich dort eine Bäckerei, die selbst alteingesessenen Anwohnern nicht bekannt war. Viele Elemente wurden restauriert und fügen sich nun zu einer modernen Arbeitsatmosphäre.

Eine ideale Situation für die städtische Kreativförderung: „Der zweckmäßige Umbau leerstehender Laden- und Gewerbeflächen für Kreative wird mit bis zu 150 Euro pro Quadratmeter bezuschusst, auch wenn die Fläche unabhängig von uns gefunden wurde“, erklärt Felix Hevelke von der Leerstandsagentur RADAR, die im Auftrag des Stadtplanungsamtes Räume an Kreative vermittelt und das Umbauförderprogramm begleitet. Mit einem Zuschuss in Höhe von 12.938 Euro wurde die Modernisierung und Instandsetzung von Seiten der Stadt gefördert. Die Förderung bietet damit einen Anreiz für Eigentümer, Flächen günstig an Kreative zu vermieten und dadurch langfristig von der Investition in die Bausubstanz zu profitieren.

„Ich bin immer wieder begeistert, was durch das städtische Umbauprogramm und die Arbeit von RADAR ermöglicht wird“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Die Umnutzung von Laden- und Gewerbeflächen ist ein willkommener Beitrag zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Frankfurt. Durch attraktive Gemeinschaftsbüros wie diesem, bleiben kreative Kräfte der Stadt erhalten und schaffen in den Stadtteilen Orte der Ideenfindung und des Austauschs. Dies trägt zu einer städtebaulichen Aufwertung des Straßenbildes und einer wünschenswerten Belebung bei.“

Das Objekt Hansteinstraße 12 ist ein sehr positives Beispiel für die Entwicklung und den nachhaltigen Einsatz der städtischen Fördermittel. Unterstützt durch das Umbauförderprogramm und viele Stunden Eigenleistung hat sich die verwaiste Ladenfläche so in ein großzügiges, modernes Gemeinschaftsbüro im „Boutique Stil“ verwandelt.

Das Studio Kankan bietet zudem Platz für weitere Kreative. Ab sofort besteht die Möglichkeit, zwei einzelne Büroplätze sowie einen weiteren Arbeitsplatz für ebenfalls zwei Angehörige der Kultur- und Kreativbranche anzumieten. Zur fairen Miete mit sehr guter Verkehrsanbindung und Lage kommen die Nebenkosten hinzu, die Strom und Internet enthalten. Eine Teeküche sowie der Drucker sollen gemeinschaftlich genutzt werden. Gesucht werden kollegiale Mitstreiter, die gerne multidisziplinär arbeiten.

Weitere Informationen zum „Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume für Kreative“ und der Leerstandagentur RADAR unter http://www.radar-frankfurt.de oder unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de im Internet.