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Letzte Aktualisierung: 11.11.2019

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Analysephase des Kreisentwicklungskonzeptes Hochtaunus2030+ hat begonnen

von Helmut Poppe

(19.02.2019) 13 Städte und Gemeinde sind zusammen der Hochtaunuskreis und könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Diese verschiedenen Bedürfnisse, Potenziale und Wünsche der Kreiskommunen untersucht das Büro Albert Speer + Partner gemeinsam mit dem Hochtaunuskreis im Rahmen des Kreisentwicklungskonzeptes Hochtaunus2030+. Bereits in elf Orten ist inzwi-schen über Potenziale, Defizite, aber auch Stärken des Kreises und der einzelnen Kommunen diskutiert worden.

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Foto: Hochtaunuskreis
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Svenja Knuffke, Projektpartnerin des Planungsbüros Albert Speer + Partner GmbH (AS+P), führt in den Gesprächsrunden die Diskussion zu den Themenfeldern Siedlungsentwicklung, Gesellschaftliches Miteinander sowie Bildung und Versorgung.

Die Bedürfnisse der Kommunen sind sehr unterschiedlich, der direkte Vergleich zwischen den Vordertaunuskommunen und dem Usinger Land macht dies deutlich. Überwiegt im Vordertaunus der Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum, so bewegt das Usinger Land  die Frage der dezentralen Versorgung und der Breitbandanbindung. Die Frage der Mobilität bewegt alle: Der Stau auf der Saalburgchaussee und die Elektrifizierung der Taunusbahn sind die großen Handlungsfelder, auf denen aus Sicht der vielen Pendler in Richtung Frankfurt und den Vordertaunus etwas passieren muss.  Als eine große Chance wurde die Idee der Seilbahn von Schmitten nach Oberursel-Hohemark wahrgenommen, um damit auch die ländlichen Regionen, die außerhalb des SPNV liegen direkt anzubinden.

Auch Konzepte einer umweltbewussten und vielfältigen Siedlungsentwicklung, Integration und der Fachkräftemangel sind oft genannte Themen. Wegen der hohen Wohnkosten haben vor allem Berufstätige im Niedriglohnsektor wie z.B. im Einzelhandel, der Pflege oder auch der Kinderbetreuung oftmals große Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum, insbesondere im Vordertaunus, zu finden, was wiederum Auswirkungen auf Pendlerverkehre hat. Ein wichtiges Anliegen des Kreisentwicklungskonzepts besteht daher auch in der Identifizierung von Zusammenhängen und Auswirkungen.

Die Analyse ist die wichtigste Phase des Kreisentwicklungskonzeptes, denn hier wird im Dialog den Rahmenbedingungen, den Handlungserfordernissen und den Bedarfen auf den Grund gegangen:

Nicht nur mit den Kommunen werden Gespräche geführt, sondern auch mit der internen Kreisverwaltung. Bei zwei Workshops haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen zur Kreisentwicklung formuliert, was im Berufsalltag oftmals zu kurz kommt. Der Wunsch und Bedarf nach mehr interkommunaler Zusammenarbeit und Abstimmung war hier oftmals der dominierende Gedanke, da viele Herausforderungen gemeinsam besser gemeistert und so Synergien geschaffen werden können. 

Das Kreisentwicklungskonzept soll Perspektiven und Handlungsfelder für den ganzen Landkreis aufzeigen, Entwicklungsziele sowie Schwerpunktmaßnahmen definieren. Als informelle Planung kann das Konzept zwar keine rechtlich bindenden Aussagen formulieren, es soll aber ein Leitbild für die Arbeit und Ausrichtung des Hochtaunuskreises in den kommenden Jahren werden.

Im Rahmen von zwei weiteren Kreisforen und Zukunftswerkstätten wird den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten, ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Zusätzlich besteht die Option sich mittels einer Online-Befragung zu beteiligen, die ab Ende März  starten wird.

Über die Internetseite des Hochtaunuskreises unter https://www.hochtaunuskreis.de/Hochtaunus+2030_-p-18782.html können sich die Bürger über das Kreisentwicklungskonzept, die Organisation dieses Projektes sowie über Termine informieren und sich daran beteiligen.

Anregungen zu „Hochtaunus 2030+“ nimmt der Kreis auch unter der Mailadresse hochtaunus2030@hochtaunuskreis.de entgegen.