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Letzte Aktualisierung: 13.11.2019

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Albert-Schweitzer-Gesellschaft feierte Jubiläum

von Ilse Romahn

(05.09.2019) Am Dienstag, 3. September, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann zahlreiche Gäste während eines Festakts zum 50-jährigen Jubiläum des Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrums Frankfurt und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Ehrenbürgerschaft in der Paulskirche begrüßt.

Konstantin Wecker mit Medaille neben den Ehrengästen
Foto: Stadt Frankfurt / Stefanie Koesling
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1959 wurde dem Mediziner und Theologen Albert Schweitzer die Frankfurter Ehrenbürgerschaft für sein theologisches, musikwissenschaftliches und philosophisches Schaffen verliehen.

„Albert Schweitzer hat mit seinem beispielgebenden humanitären Werk in Afrika die Menschheit beschenkt. Daher ist es richtig, dass wir das Jubiläum seiner Ehrenbürgerschaft feiern“, betonte der Oberbürgermeister. Obwohl Schweitzer nie in Frankfurt lebte, habe er eine besondere Verbindung zur Stadt gehabt. Der Festakt biete die wichtige Gelegenheit, das Lebenswerk Albert Schweitzers wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. „Von zentraler Bedeutung ist Schweitzers ‚Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben‘. Diesen Ansatz brauchen wir angesichts der Kriege und Krisen unserer Zeit“, sagte das Stadtoberhaupt.

In seinem Redebeitrag zur besonderen Verbindung zwischen Albert Schweitzer und der Stadt Frankfurt hob Gottfried Schüz, Vorsitzender der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum Frankfurt am Main und Organisator der Festveranstaltung, auch auf Schweitzers Engagement gegen Atomwaffenversuche sowie für Abrüstung und Frieden ab und erklärte: „Mit Blick auf die Aufkündigung der Atomwaffenkontrollverträge ist Schweitzers Wirken hochaktuell. Angesichts ethnisch-religiöser Konflikte, der Infragestellung elementarer humanitärer Werte und der fortschreitenden Zerstörung unserer Lebensgrundlagen ist seine Lebensethik für die Zukunft der Menschheit existentiell.“

In ihrem Festvortrag würdigte die Theologin und Publizistin Margot Käßmann die Bedeutung von Schweitzers Ethik in der heutigen Zeit. Die Laudatio für Konstantin Wecker hielt Gerald Hüther. Der Münchner Musiker erhielt die erstmals verliehene Albert-Schweitzer-Medaille für sein Wirken für Frieden und Achtsamkeit. „Konstantin Wecker leistet einen wertvollen musikalischen Beitrag gegen rechte Gewalt und setzt sich aktiv in der Flüchtlingshilfe ein. Er bezieht Position und schaut nicht weg“, würdigte Oberbürgermeister Feldmann den Künstler und gratulierte ihm zur Auszeichnung. Wecker selbst bedankte sich nicht nur mit Worten sondern auch musikalisch.

Weitere Grußworte und Redebeiträge sprachen Achim Knecht, Vorsitzender des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt, Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, und der Verleger Wolfgang Beck. Die Veranstaltung wurde mit musikalischen Darbietungen von ImPuls-Percussion sowie Frank Hoffmann von der Festeburggemeinde an der Orgel untermalt. (ffm)