Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

Werbung
Werbung

Al-Wazir übergibt Förderbescheide für Wohnheim in Frankfurt

von Helmut Poppe

(07.08.2019) 6,9 Mio. Euro für studentisches Wohnen. Am Campus des Instituts für Sportwissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt entsteht ein neues Wohnheim für 297 Studierende.

Wohnheim an der Ginnheimer Landstraße
Foto: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
***

Wirtschafts- und Wohnungs-bauminister Tarek Al Wazir übergab am Dienstag die Förderbescheide über rund 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Studentisches Wohnen“. Wie in allen Hochschulstädten besteht auch in Frankfurt ein hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. „Mit unserem Förderprogramm setzen wir genau hier an“, erklärte Al Wazir. „In Frankfurt unterstützen wir ein Bauvorhaben für bezahlbare Unterkünfte in Hochschulnähe.“

In der Ginnheimer Landstraße werden den Studierenden Appartements mit Wohnflächen von rund 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen, insgesamt werden rund 5.700 Quadratmeter Wohnraum gefördert. Das Gebäude wird im Passivhausstandard mit einer Photovoltaikanlage gebaut und soll im Frühjahr 2020 bezugsfertig sein. Die Appartements sind mit Duschbad und Küchenzeile ausgestattet, fünf davon sind barrierefrei. Die Anfangsmieten sollen bei 10,50 Euro pro Quadratmeter liegen.

„In den vergangenen Jahren haben wir über 1.000 Wohnheimplätze gebaut oder angemietet“, erklärte Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Verwaltungsrats-vorsitzender des Studentenwerks und Vizepräsident der Goethe-Universität. „Bei mehr als 60.000 Studierenden in Frankfurt müssen wir jedoch noch viel tun, um jedem 10. Studierenden einen Platz in einem öffentlichen Wohnheim zur Verfügung zu stellen. Der Neubau am sportwissenschaftlichen Campus der Goethe-Universität ist ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung, den ich sehr begrüße.“ Er dankte für die bisher gewährte tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten und Unterstützern, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt. „Dennoch besteht weiterhin ein dringender Handlungsbedarf in Form von ausreichenden Baukostenzuschüssen, geeigneten Grundstücken sowie Anmietobjekten.“

In der letzten Legislaturperiode hatte die Landesregierung das Hessische Wohnraumfördergesetz geändert und dadurch die Möglichkeit geschaffen, auf Basis der Regelungen der sozialen Wohnraumförderung studentisches Wohnen gezielt zu fördern.

Al-Wazir dankte dem Bauherrn Studentenwerk Frankfurt und verwies auf die besondere Knappheit sozialen Wohnraums: „In den nächsten Jahren ist die soziale Wohnraumförderung eine unserer größten Aufgaben“, betonte der Minister. „Unser Ziel ist, dass Jede und Jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann.“

„Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren bereits Maßnahmen ergriffen, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum zu unterstützen. Wir werden die Mittel für den sozialen Wohnungsbau nochmals steigern, und zwar auf 2,2 Mrd. Euro bis 2024. Noch nie gab es in Hessen mehr Geld für gefördertes Wohnen.“